Im Garten des Hauses am Kurpark können die Besucher am Samstag Streichensembles lauschen. (links). Die Gäste des Cafés Talblick werden von einigen Bläsern überrascht. Foto: Biermayer

Beim diesjährigen "Kulting"-Festivals wurde mehr geboten als sonst. Neben Live-Musik hatten die Organisatoren auch Acts aus den Bereichen Film, Kunst und Literatur parat. Das kam gut an. Die ein Dutzend Veranstaltungen an drei Tagen waren gut besucht.

Schömberg - Das "Kulting"-Festival hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit den lokalen Einzelhandel und die Gastronomie durch kulturelle Veranstaltungen zu stärken – daher auch der Name, der ein Kofferwort aus Kultur und Shopping ist. Diesmal hatte es aber ein ganz besonderes Flair. Denn es war die erste größere Veranstaltung dieser Art im Ort seit der Pandemie.

Mitorganisatorin Theresa von Bibra zeigte sich am Sonntag deshalb auch "unendlich dankbar" über die Resonanz auf die Veranstaltungen. Man habe bei den einzelnen Events sehr viel lebensfrohe, beglückte und erfrischte Gesichter gesehen. Es habe sie in der Entscheidung bestätigt, das Programm in diesem Jahr zu erweitern.

Denn eigentlich war in der Vergangenheit immer Musik geboten – vornehmlich klassische. Dies ist insofern logisch, weil der Verein Musik auf der Höhe aus Schömberg für das Programm verantwortlich zeichnet. Doch diesmal waren auch Künstler aus anderen Bereichen dabei.

Buch passt gut ins Programm

Von Bibra, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, erklärte im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten, wie es dazu kam. Die Idee zur Lesung der Autorin Svenja Leiber sei von der Buchhandlung Meiler gekommen. Da Leiber ein Buch über einen jungen Geiger geschrieben hatte, passte das gut ins Programm. Mit der Vernissage wollte man auch die lokale Kunstszene miteinbeziehen. Da sei man sehr schnell auf die Schömbergerin Rosa Braun gekommen.

Am Freitagabend gab es zudem eine Premiere. Der Stummfilm "Steamboat Bill" mit Buster Keaton wurde live vom Pianisten Wieslaw Pipczynski vertont. Sehr zur Begeisterung des Publikums, wie von Bibra erzählte. Am Schluss hätte sich sogar noch ein Zuschauer selbst ausprobieren dürfen.

Das restliche Programm an den drei Tagen war von klassischer Musik geprägt. Gerd-Uwe Klein lotste viele hochkarätige, internationale Musiker nach Schömberg. Vor allem aus der Schweiz kamen die Künstler, um Werke in der historischen Aufführungspraxis zu zeigen. Und immer wieder gab es kurze Auftritte vor den Geschäften, die viele Passanten zum Stehenbleiben animierten.

Theresa von Bibra zog ein positives Fazit. Das wechselhafte Wetter habe der Stimmung keinen Abbruch getan. Lediglich von den Einzelhändlern hätte sie sich mehr Unterstützung gewünscht.

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