Linda Würz löst Bürgermeister Markus Huber wieder als Bezirksvorsteher von Busenweiler ab.Foto: Cools Foto: Schwarzwälder Bote

Ablösung: Linda Würz wird wieder Bezirksvorsteherin

Dornhans Stadtteil Busenweiler hat etwas, das landkreisweit einzigartig ist. Gemeint ist der Bezirksbeirat, dessen Vorsteher nach zweijähriger Pause nun wieder Linda Würz wird.

Dornhan-Busenweiler. So richtig Pause hatte Linda Würz nie – auch nicht, als sie gar keine Bezirksvorsteherin mehr war. "Wenn die Leute ein Anliegen hatten, haben sie mich immer angerufen", erzählt die 53-Jährige lachend. Das sei noch heute so. Deshalb gibt es bei Würz auch keine feste Sprechstunde. Stattdessen kann man sich bei ihr melden, sobald der Schuh drückt.

Der Posten eines Bezirksvorstehers ist in etwa mit dem eines Ortsvorstehers zu vergleichen – mit dem Unterschied, dass der Bezirksvorsteher nicht direkt vom Volk gewählt wird. Dass es in Busenweiler überhaupt diese Sonderform gibt, ist wohl dem Gezerre zwischen Dornhan und Alpirsbach zuzuschreiben, mutmaßt Bürgermeister Markus Huber. 1974 wurde das bis dato selbstständige Busenweiler dann zu einem Stadtteil Dornhans.

Fünf Bürger aus dem 200-Seelen-Ort bilden den Bezirksbeirat, dem der Verfassung gemäß automatisch der Bürgermeister vorsteht. Der kann diese Aufgabe jedoch auch delegieren. So wurde die vergangenen rund 40 Jahre stets ein ehrenamtlicher Bezirksvorsteher von Huber benannt.

Von 2009 bis vor zwei Jahren war das noch Linda Würz. Die gebürtige Dornhanerin wohnt seit 2005 auf dem Aischfeld. Zwei Jahre nach ihrem Umzug von Dornhan dorthin wurde sie bereits gefragt, ob sie nicht Bezirksvorsteherin werden will. Und schließlich kam es so.

Vor zwei Jahren jedoch nahm sich Würz nach zehn Jahren als Vorsteherin eine krankheitsbedingte Auszeit. Während dieser hatte Bürgermeister Huber den Posten übernommen. "Als Bürgermeister kann ich aber natürlich nicht immer präsent sein", sagt er. Zudem sei der Wunsch aus der Bevölkerung laut geworden, wieder einen Bezirksvorsteher zu benennen, einen Kümmerer aus dem eigenen Ort.

Dieser muss laut Rechtsaufsicht aber ein Beschäftigter der Stadt sein, wie sich nun herausstellte. Im Gemeinderat habe man das besprochen und beschlossen, eine zusätzliche, hauptamtliche Stelle zu bilden, die Würz nun im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung mit dreieinhalb Wochenstunden bekleidet.

Zu ihren Aufgaben zählt zum einen die optionale Teilnahme am Gemeinderat, um dort den Ort zu vertreten, aber vor allem die Kommunikation zwischen Stadt und Busenweiler Bürger. Linda Würz ist Schnittstelle und Kümmerer.

Und wer denkt, in Busenweiler gebe es nicht viel Arbeit, der irrt sich. So sind etwa das Baugebiet Baumegerten und das Freizeitgelände Aischfeld regelmäßig Thema. Zudem soll der Höhenradweg, der sich in einem schlechten Zustand befindet, ertüchtigt werden.

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