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Kreis Rottweil Typisierungsaktion für krebskranke Schwabo-Mitarbeiterin

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Stäbchen rein und Spender sein – mit der Abstrichmethode geht alles ganz schnell. Foto: kw

Kreis Rottweil - Die Datei der Einrichtung Deutsche Knochenmarkspende (DKMS) ist seit Samstag um 115 Namen angewachsen. So viele Menschen haben sich bei der Typisierungsaktion im Mehrzweckraum der Irslinger Waidbachhalle registrieren lassen.

Damit sind die Chancen für Blutkrebspatienten, passende Spender zu finden und ihnen den Zugang zu einer Stammzellentherapie zu ermöglichen, gestiegen.

Anlass für diese Aktion war die Leukämie-Erkrankung der Irslinger Bürgerin Ulrike Schobel.

Als bekannt wurde, dass die 52-Jährige, die als Medienkauffrau beim Schwarzwälder Boten arbeitet, an Blutkrebs erkrankt und auf einen Stammzellenspender angewiesen ist, löste das in ihrem Heimatort eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Der Dietinger Ortsteil stellte dabei den großen Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft unter Beweis.

Duygu Keles: "Jede Person zählt"

Aus der Mitte des Ortschaftsrats war spontan der Vorschlag gekommen, in Irslingen eine Typisierungsaktion durchzuführen. Ortschaftsrat Martin Bantle knüpfte die Kontakte zu der gemeinnützigen Organisation DKMS mit Sitz in Tübingen. Bei ihm liefen die Fäden zusammen.

Es gab allerhand vorzubereiten. Doch das Helferteam war groß. Eine stattliche Anzahl von Bürgern aus Irslingen half bei dieser Solidaritätsaktion mit.

Aus Tübingen reiste am Samstag Duygu Keles an. Die junge DKMS-Mitarbeiterin brachte die benötigen Utensilien für die Registrierung mit. Zunächst gab es für die Helfer eine kurze Einweisung. Es wurde erklärt, auf was beim Ausfüllen der Fragebögen zu achten ist.

Währenddessen war das Bewirtungsteam auch schon startklar. Kuchen, Kaffee, Getränke, Wurst und Wecken wurde von Irslinger Bürgern und Firmen gespendet. Der Erlös floss als Spende an die DKMS. Auch Personen, die bereits registriert waren oder wegen Überschreitung der Altersgrenze für eine Registrierung nicht mehr in Betracht kamen, schauten vorbei.

Am Ende der Veranstaltung fand sich ein stattlicher Geldbetrag in der Spendenbox. Kesel – sie arbeitet seit einem halben Jahr als Werkstudentin bei der DKMS in Tübingen – stand für medizinische Fragen zur Verfügung und war für die Koordination verantwortlich.

Die Typisierung erfolge mittels dreier Wangenschleimhautabstrichen. Das sei einfacher, erklärte sie. Früher habe man die Typisierung über eine Blutentnahme vorgenommen. Das habe den einen oder anderen doch abgeschreckt. Weiterer Vorteil: Mit der Abstrichmethode kann man sich bereits ab 17 Jahren registrieren und das Gewerbematerial typisieren lassen. Zwischen fünf und acht Minuten dauerte der Vorgang.

Anfangs lief es etwas schleppend an. Begonnen hatte die Aktion um die Mittagszeit. Doch nach und nach trudelten die potenziellen Stammzellenspender ein. "Man muss nicht enttäuscht sein, wenn mal weniger kommen, jede Person zählt", meinte die Sozialwissenschaftlerin aus Tübingen. Sie ist auch in Schulen, staatlichen Einrichtungen und Firmen unterwegs.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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