Influenzafälle steigen an. Höhepunkt ist noch nicht erreicht. Impfung auch jetzt noch sinnvoll.

Kreis Rottweil - Die saisonale Grippewelle ist in der Kalenderwoche 2 (7. bis 13. Januar) ausgebrochen, teilt Petra Sostak, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts, auf Anfrage unserer ­Zeitung mit. Seither steigen die gemeldeten Fälle von Woche zu Woche. In Kalenderwoche 3 waren es sechs, in Kalenderwoche 4 zehn, in Kalenderwoche 5 bereits 14 und in Kalenderwoche 6 waren es 25 Fälle. Insgesamt wurden bisher mehr als 64 Fälle gemeldet.

Höhepunkt ist noch nicht erreicht

Nach Einschätzung von Sostak ist der "Peak" noch nicht erreicht. Im Vergleich zur besonders schweren vergangenen Grippewelle, als der Höhepunkt in Kalenderwoche 8 kam, bleiben die gemeldeten Fälle bisher unter dem Niveau der vergangenen Saison. Allerdings verschiebe sich die Grippewelle weiter nach hinten. Vor allem bei den kommenden Festivitäten, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, könne sich die Welle nochmals verstärken, so Sostak. Überstanden sei die Grippesaison voraussichtlich erst in Kalenderwoche 14 oder 15, also ab dem Monat April.

"Eine Impfung ist auch jetzt noch möglich und sinnvoll", informiert Sostak. Bis zur Kalenderwoche 10 (Beginn am 4. März) ist eine Ansteckung noch möglich. Genügend Impfstoff ist derzeit verfügbar, sagt Sostak. Betroffene sollten auf jeden Fall zum Arzt gehen und nach der Diagnose zuhause bleiben.

Schützen kann sich jeder durch Abstand halten, regelmäßiges Händewaschen, Bewegung, viel trinken und gesunde Ernährung. Besonders gefährlich sei die Grippe für chronisch Kranke und Menschen mit einem schwachen Immunsystem.

Die echte Grippe setzt plötzlich mit hohem Fieber ein und dauert in der Regel mehrere Wochen. "Wer sich nur zwei oder drei Tage krank fühlt, hat keine Influenza", erläutert Sostak.

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