Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Kreis Freudenstadt Schweizer: "Irgendwann gehen Busse aus"

Von
Die Ruhe vor dem Sturm: wartender Bus am Schulzentrum Freudenstadt. Auch im Landkreis sind die Busse nach den Sommerferien bisweilen mehr als voll. Entlastung brachten zusätzliche Fahrzeuge. Fotos: Rath/Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Kreis Freudenstadt - Jedes Jahr vielerorts dasselbe Bild nach dem Sommerferien: Die Schulbusse sind brechend voll. Mit finanzieller Hilfe des Landes sind im Kreis Freudenstadt zehn sogenannte "Verstärkerbusse" im Einsatz. Wie ist die Lage im Kreis, und warum kommt es überhaupt regelmäßig zu Problemen? Wir sprachen mit Franz Schweizer, Busunternehmer und Geschäftsführer der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Freudenstadt (VGF).

Herr Schweizer, warum sind die Busse zum Start des neuen Schuljahrs so oft überfüllt?

Ein Grund hierfür ist die Kommunikation zwischen Schulen und Verkehrsunternehmen. Ich möchte den "schwarzen Peter" jedoch nicht ausschließlich den Schulen zuschieben. Die wissen im Voraus auch nicht ganz genau, wie viele Schüler kommen. Hinzu kommt, dass die Stundenpläne in der ersten Woche nicht fix sind. Das wird sich nach 14 Tagen eingespielt haben. Außerdem gab es keinerlei Entzerrung durch den versetzten Unterricht der Schulklassen wegen Corona. Damit hatte ich ein Stück weit gerechnet. Es fangen alle zur ersten Stunde an und hören zur fünften oder sechsten Stunde auf. Dies betrifft jedoch nicht nur den Landkreis Freudenstadt. Das ist ein landesweites Problem.

Wie schätzen Sie die Lage im Kreis Freudenstadt derzeit ein?

Bei uns gab es ganz wenige Probleme. Es gab keine Schüler, die an den Haltestellen stehen gelassen wurden. Ich will aber nicht verhehlen: Einige Busse sind gut voll. Wir reagieren im Prinzip auf Sicht.

Welche Strecken gelten als Brennpunktstrecken?

Das sind die Linie elf Glatten-Freudenstadt, die Linie 21 Buhlbach-Baiersbronn, die Linie 31 Oberndorf-Freudenstadt, die Linie 41 zwischen Freudenstadt-Horb, die Linie 7400 zwischen Eutingen und Horb, die 7402 zwischen Nordstetten und Horb, die 7405 Nagold-Horb, die Linie 7782 Dietersweiler-Freudenstadt und die Linie 7938 zwischen Hallwangen und Dornstetten. Das sind im wesentlichen auch die Strecken, wo die Verstärker eingesetzt werden.

Konnte man durch die zusätzlichen Busse die Probleme lösen?

Wir stoßen kapazitätsmäßig an unsere Grenzen. Die Busse wie auch die Fahrer gehen irgendwann aus. Wir sind dazu angehalten, täglich die Mitfahrenden zu zählen, um gegebenenfalls nachzusteuern. Noch ist es zu früh, um etwas zu sagen. Ende nächster Woche kann man ein Fazit ziehen. In Schulen herrscht momentan sozusagen noch ein Probebetrieb. Bis dahin hat sich das eingespielt. Auch habe ich den Eindruck, dass Anträge weiterer Schülermonatskarten eingehen werden. Im Oktober wird sich wieder etwas ändern. Da sehe ich schon eine Entwicklung. Viele Eltern werden wohl gewartet haben, um die Situation vorerst zu beobachten.

Von wie vielen Karten sprechen wir?

Im vergangenen Jahr wurden für den Oktober 50 Karten im gesamten Verbundgebiet beantragt. Wir sind jetzt schon bei 70. Wir werden nachsteuern müssen. Beispielsweise könnten größere Busse mit kleineren – von einer anderen Strecke – getauscht werden.

Artikel bewerten
12
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.