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Kreis Freudenstadt Kliniken machen mehr Minus

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Das Krankenhaus Freudenstadt schreibt seit Jahren rote Zahlen. Foto: Riesterer

Kreis Freudenstadt -Die Krankenhäuser im Landkreis Freudenstadt fahren im laufenden Jahr ein Minus von sechs Millionen Euro ein – fast 30 Prozent mehr als geplant.

Dies teilte das Landratsamt zur Sitzung des Verwaltungs- und Sozialausschusses des Kreistags gestern mit. Der Ausschuss trug das Ergebnis mit, teils zähneknirschend, ebenso den Vorschlag der Verwaltung, wie das Defizit ausgeglichen werden soll. Der Empfehlungsbeschluss fiel mehrheitlich bei einer Gegenstimme von Peter Rosenberger, Horbs OB.

Ursprünglich hatte der Kreis einen Abmangel von 4,2 Millionen Euro angepeilt. Darüber hinaus hatte der Kreistag – fast auf den Tag genau vor einem Jahr – eine Zuweisung von 1,8 Millionen Euro in die Kapitalrücklage der Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt gGmbH (KLF) beschlossen. Diese Finanzspritze fürs Eigenkapital der KLF soll nun flachfallen und stattdessen dafür eingesetzt werden, das Defizit auszugleichen. Den endgültigen Beschluss dazu soll der Kreistag in seiner Sitzung kommenden Montag fällen.

Ralf Heimbach, Geschäftsführer der KLF, rechnet in den nächsten Jahren mit weniger Abmangel. Es gebe einen "moderaten Leistungszuwachs" im ärztlichen Angebot, der Einnahmen bringen soll, unter anderem ein zweiter Herzkatheterplatz und ein Gefäßchirurg, der eingestellt worden sei. Gleichzeitig seien bald "signifikante Einsparungen" beim Einkauf zu erwarten. Ohne das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) hätte die KLF die Zielvorgabe erreicht, den jährlichen Verlust auf vier Millionen Euro zu senken. Für 2017 werde ein Defizit von 4,7 Millionen Euro angestrebt.

Landrat Klaus Michael Rückert erklärte, wirtschaftlich sei das Jahr "nicht so gut gelaufen, wie wir uns das erhofft hatten". Allerdings stimme zumindest "die Richtung". So sei das Defizit von ursprünglich 7,5 auf aktuell sechs Millionen Euro gesenkt worden. 2017 werde ein Defizit von 4,7 Millionen, 2018 von 3,8 Millionen Euro eingeplant.

Aktualisiert wird ferner der so genannte "Betrauungsakt", der rechtliche Rahmen dafür, dass der Kreis das Defizit übernehmen kann. Im neuen Text komme der Wille des Landkreises zum Ausdruck, die KLF auch 2018 finanziell zu unterstützen. Ausdrücklich festgeschrieben sind die Leistungen beider Häuser, also auch der Standort Horb inklusive geriatrischer Rehabilitation und Strahlentherapie. Der Betrauungsakt soll nun jährlich vom Kreistag beschlossen werden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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