Im Kreis Freudenstadt kommen auf einen Zahnarzt über 2000 Patienten. (Symbolbild) Foto: dpa

Wert liegt weit über Landesdurchschnitt von 1374 Einwohnern pro Zahnarzt. Drei Gemeinden ganz ohne Mediziner.

Kreis Freudenstadt - Der Landkreis Freudenstadt weist aktuell bei den Zahnärzten einen Versorgungsgrad von 69,9 Prozent auf. Insgesamt versorgen 56 Zahnärzte die Versicherten im Landkreis. Das bedeutet, das auf einen Zahnarzt 2103 Einwohner kommen.

Dieser Wert liegt weit über dem Landesdurchschnitt mit 1374 Einwohnern pro Zahnarzt. Die meisten Zahnärzte im Landkreis gibt es in Freudenstadt (17) und Horb (zwölf). Ganz ohne Zahnärzte sind die Gemeinden Bad Rippoldsau-Schapbach, Grömbach und Wörnersberg.

Zielgruppen beleuchtet

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KZV) hat kürzlich ihren Versorgungsbericht 2019 herausgegeben. Damit wurde ein Dossier vorgelegt, das die Situation der vertragszahnärztlichen Versorgung darstellt. Wie die Vereinigung mitteilt, ist der Versorgungsbericht eine von vielen Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung in Anspruch genommene Informationsquelle, die neben den aktuellen Zahlen auch die strukturellen Entwicklungen im Berufsstand, veränderte rechtliche Rahmenbedingungen sowie die besondere Situation einzelner Zielgruppen von Patienten beleuchtet.

Baden-Württemberg sei in der zahnmedizinischen Versorgung gut aufgestellt, so die kassenzahnärztliche Vereinigung. Es gebe keine unterversorgten Landkreise, heißt es. Doch es bestünden auch in Baden-Württemberg Herausforderungen im Rahmen der Sicherstellung, so die Vorstände der KZV Baden- Württemberg Ute Maier, Christian Finster und Christoph Besters.

Insgesamt versorgen 8027 Vertragszahnärzte in 5185 Praxen die gesetzlich Versicherten im Land. Landesweit hat sich das Betreuungsverhältnis im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert: Kamen 2018 noch 1380 Menschen auf einen Vertragszahnarzt, sind es aktuell 1374.

Flächendeckend gesichert

Der Zahnmedizinische Versorgungsatlas bietet einen Überblick über die jeweilige Versorgung in den einzelnen Kreisen. Überdies benennt der Bericht die Anzahl der Vertragszahnärzte in jeder der gut 1100 Kommunen in Baden-Württemberg. Die vertragszahnärztliche Versorgung in Baden-Württemberg sei flächendeckend gesichert, so die KZV in einer Pressemitteilung. Dennoch bringe der Strukturwandel neue Herausforderungen mit sich. Der Versorgungsbericht beschreibt die unterschiedlichen Entwicklungen, beispielsweise beim Verhältnis von Zahnärzten, bei den Altersstrukturen und nicht zuletzt bei den Praxisstrukturen mit einem spürbaren Trend hin zu größeren Einheiten anstelle der Einzelpraxis.

Eine Entwicklung, die das vertragszahnärztliche Berufsfeld nachhaltig verändert, ist außerdem die wachsende Zahl an Angestelltenverhältnissen. Bereits jetzt arbeiten in Baden-Württemberg knapp 25 Prozent aller an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmenden Zahnärzte in Anstellung, beinahe zwei Drittel davon sind weiblich. Sie tragen einen immer größeren Anteil an der Versorgung.   Die zentralen Ergebnisse der Befragung werden im Versorgungsbericht präsentiert, der unter www.kzvbw.de heruntergeladen werden kann.

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