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Kreis Freudenstadt Coronavirus: Was Ärzten jetzt Sorge macht

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Die Hausärzte am Spritzenhaus in Baiersbronn nehmen zentral für den Landkreis die Abstriche. Und sie arbeiten am Limit. (Symbolfoto) Foto: dpa

Freudenstadt/Baiersbronn - Corona-Tests im Minuten-Takt: Die Hausärzte am Spritzenhaus in Baiersbronn nehmen zentral für den Landkreis die Abstriche. Und sie arbeiten am Limit. Der Höhepunkt der Pandemie im Kreis Freudenstadt ist ihrer Einschätzung nach noch lange nicht erreicht. Im Gegenteil. Das sei erst der Anfang. Wir haben mit Wolfgang von Meißner und Paul Blickle gesprochen. Die beiden Brüder sind sind seit vergangener Woche an der Abstrichstelle tätig. Wie sie die Lage sehen, erfahren Sie in unserem (Schwabo plus)-Artikel.

Herr von Meißner, Herr Blickle, seit wie vielen Stunden sind Sie auf den Beinen?

Mein Bruder und ich sind um 2.30 Uhr ins Bett und um 6 Uhr früh wieder aufgestanden. Dann haben wir alles vorbereitet. Um 8 Uhr war Teambesprechung. Sieben Ärzte sind bei den Hausärzte am Spritzenhaus im Einsatz, zwei im Homeoffice Von 12.30 bis 16.40 Uhr haben wir dann die Abstriche gemacht. Nebenher müssen ja auch die anderen chronisch und akut kranken Patienten versorgt werden. Wir laufen im Notfallmodus. Das schaffen wir nur im Team.

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Hysterie oder echte Gefahrenlage: Wie schätzen Sie die aktuelle Situation im Landkreis ein?

Als echte Gefahr.

Zuletzt stieg die Zahl der Infizierten sprunghaft von zwei auf zehn an. Überrascht Sie das?

Nein, überhaupt nicht. Die Lage nimmt jetzt erst richtig Fahrt auf. Einige Praxen mussten außerdem schließen.

Das Landratsamt meldet zehn bestätigte Coronafälle, das Land noch acht. Wie viele Fälle sind es aktuell?

Das können wir nicht verlässlich sagen. Wir warten noch auf viele Testergebnisse von Freitag. Die Laborkapazitäten sind begrenzt. Oft haben wir nur die vorläufigen Ergebnisse, die Besätigungstest lassen aus sich warten. Die offiziellen Zahlen sind Stand Donnerstag letzter Woche.

Traten bei Patienten bedrohliche Erkrankungen wie Lungenentzündungen auf?

Ja, es sind welche dabei. Wir rufen diese Patieten an und fragen sie, wie es ihnen geht.

Wie viele Abstriche haben Sie bislang genommen?

Bis heute waren es 259. Alleine heute haben wir 100 Abstriche genommen. Morgen stellen wir uns auf 200 Abstriche ein.

Mit welcher weiteren Entwicklung rechnen Sie?

Wir sind noch ganz am Anfang der Pandemie im Kreis.

Klappen Organisationsabläufe und Kommunikation bei Verdachstfällen reibungslos?

Die Kommunikation läuft vorbildlich, die Abstimmung zwischen den Praxen ist hervorragend. Wer zum Abstrich angemeldet ist, hat im Schnitt eine Wartezeit von fünf Minuten, bis er an der Reihe ist.

Haben Sie genug Schutzanzüge und -masken?

Wir arbeiten sehr materialsparend. Ein Anzug und eine Schutzmaske am Tag reichen aktuell aus.

Ihr Rat an Kommunalpolitik und Einwohner?

Jeden Kontakt vermeiden. Definitiv. Das ist absolut wichtig. Wir danken dem Landrat für sein entschlossenes Handeln. Er hat die Schulen sofort geschlossen und nicht noch einen Tag offen gelassen. Das wäre völlig widersinnig gewesen.

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