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Kreis Freudenstadt Corona erreicht die vierte Schule

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Zwei Schulklassen im Berufsschulzentrum in Freudenstadt sind betroffen. (Symbolfoto) Foto: Pixabay

Kreis Freudenstadt - Die Zahl der Corona-Infektionen im Kreis Freudenstadt steigt weiter. Betroffen ist nun auch das Berufsschulzentrum in Freudenstadt.

Dies bestätigte Sabine Eisele, Pressesprecherin des Landratsamts, am Dienstag auf Nachfrage. Demnach seien zwei Schulklassen betroffen. Die positiven Testergebnisse seien am Wochenende eingegangen. Daraufhin seien beide Klassen samt ihrer Lehrer am Montag in Quarantäne geschickt worden. Das ist der vierte Corona-Fall an einer Schule im Kreis. Zuvor waren die Berufsschule in Horb, die Johannes-Gaiser-Realschule in Baiersbronn und das Kepler-Gymnasium in Freudenstadt betroffen.

Unterricht geht weiter

In beiden Klassen des Berufsschulzentrums Freudenstadt sei jeweils ein Schüler positiv getestet worden, so Eisele. Die betreffenden Lehrer seien zunächst negativ getestet worden. Eine Garantie, dass sie nicht mit Covid-19 angesteckt sind, sei dies allerdings nicht. Das hänge vom Tag der Ansteckung ab, der Test schlage erst nach einigen Tagen an. Indessen gehe der Unterricht für die Schüler und Lehrer der beiden Klassen nach Stundenplan weiter, allerdings per Internetübertragung. Es habe sich keiner krank gefühlt.

Darum ist Murgtal Hotspot

Am Dienstag wurden dem Landratsamt neun weitere Infektionen gemeldet. Die betroffenen Personen wohnen in Baiersbronn (plus sechs), Empfingen, Eutingen und Loßburg. In Baiersbronn sind jetzt seit März 185 nachgewiesene Fälle gemeldet, die Gemeinde ist damit mit Abstand Spitzenreiter im Kreis vor Freudenstadt (174) und Horb (118). Dass Baiersbronn erneut Brennpunkt ist, lässt sich wieder auf Vereinssport zurückführen. Diesmal wurde das Virus offenbar bei einem Fußballspiel in der Gemeinde verbreitet, möglicherweise auch beim beisammensein nach dem Spiel. Im Frühjahr hatte eine Skigruppe Covid-19 unbewusst aus Ischgl mitgebracht und dann durch den Besuch von Infizierten auf einer privaten Feier weiter verteilt.

Neun neue Infekte

Die Gesamtzahl der im Landkreis Freudenstadt seit Beginn der Pandemie positiv auf eine Infektion getesteten Personen erhöht sich dadurch auf 751, so das Landratsamt. 637 seien mittlerweile aus der Quarantäne wieder entlassen, 39 Infizierte starben. Damit gebe es 75 akute Fälle im Landkreis. Die offizielle Sieben-Tages-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100 000 Einwohner, beträgt nun 43,1. Der Warnwert liegt bei 50. Bei der Veröffentlichung der Inzidenz schwenkt das Landratsamt nun um und veröffentlicht die Angaben des Landesgesundheitsamts, die der wahren Entwicklung allerdings hinterher hinken. Der Wert des Landes datiere vom Montag, Stand 16 Uhr. Der Differenz rühre vom Meldeverzug her. Maßgebliche Größe, ob die Behörden vor Ort weitere Beschränkungen umsetzen müssen, sei jedoch der Landeswert.

Seit dem Ende der Reisebeschränkungen am 15. Juni seien dem Landratsamt insgesamt 173 Neuinfektionen gemeldet worden. 63 neue Corona-Fälle werden auf Reisen zurück geführt, der Rest auf andere Infektionsquellen. In manchen Fällen sei nicht bekannt, auf welchem Weg die Ansteckung erfolgt sei.

Maskenpflicht in Ämtern

Am Montagabend hatten sich Landrat Klaus Michael Rückert sowie die Oberbürgemeister und Bürgermeister in einer Videokonferenz über die Auslegung der verschärften Corona-Verordnung des Landes abgestimmt. Einhellige Meinung: Die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht müsse eingehalten werden. Einig sei sich die Runde ferner darin gewesen, dass ab sofort in den für Publikumsverkehr zugänglichen Bereichen der Rathäuser und des Landratsamts mit all seinen Dienststellen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gelte und diese auch einzufordern sei. Konsens bestand darüber hinaus darin, dass über die Corona-Verordnung hinaus keine weiteren Einschränkungen notwendig sind, sofern die geltenden Regelungen eingehalten werden, darunter vor allem die Kontaktbeschränkungen, teilte das Landratsamt am Dienstagabend mit. Das Landratsamt werde die Entwicklung der Infektionslage im Auge behalten. Sofern weitere Schritte notwendig würden und sinnvoll erschienen, sollen sie mit den Bürgermeistern abgestimmt werden.

Krisenstab der Stadt tagt

Am Dienstag teilte die Stadtverwaltung Freudenstadt mit, dass sie die neue Corona-Verordnung umsetze. Aufgrund der aktuellen Entwicklung habe sich am Montag der Krisenstab getroffen. Als Ortspolizeibehörde sei die Verwaltung für die Umsetzung der verschärften Regeln zuständig, die von der Landesregierung am Sonntag festgelegt worden waren (Info). Die Verwaltung hat verschiedene Vorkehrungen getroffen, damit der tägliche Betrieb gesichert weiterlaufen kann, heißt es in einer Pressemitteilung. Zum Beispiel wird zwischen Kollegen, die sich im Ernstfall gegenseitig vertreten können, der direkte Kontakt vermieden. In sensiblen Versorgungsbereichen werde Schichtbetrieb eingeführt.

Bürgerservice bleibt offen

Der Bürgerservice bleibe zu den regulären Zeiten und ohne Terminabsprache geöffnet. Für alle anderen Bereiche der Stadtverwaltung gelte weiterhin, dass per Telefon oder E-Mail Kontakt aufgenommen werden könne. Es könnten auch Besuchstermine vereinbart werden. Auf der Internetseite der Stadt stehe ein Online-Buchungssystem für Terminvereinbarungen zur Verfügung. Grundsätzlich gelten bei Behördengängen die gleichen Abstandsregeln und Hygienestandards, die beim Einkaufen in den Geschäften eingehalten werden müssen, inklusive der Bedeckung von Mund und Nase, teilt die Stadt mit.

Weitere Informationen: www.freudenstadt.de

Neue Regeln und Empfehlungen

 - Die Kontrollen von "Menschenansammlungen im öffentlichen Raum" orientieren sich ab sofort an der Grenze von zehn Personen.

 - In der Gastronomie sind am selben Tisch oder in Nebenräumen nur Gruppen mit bis zu zehn Teilnehmern gestattet.

 -Im privaten Bereich gelten dieselben Regeln; mehr Personen sind nur erlaubt, wenn sie aus nicht mehr als zwei Haushalten kommen oder alle direkt miteinander verwandt sind.

-  Für Veranstaltungen wie Konzerte oder Theateraufführungen gilt die Obergrenze von 100 Gästen. Zudem ist weiterhin für jede Veranstaltung im Vorfeld ein Hygienekonzept zu erstellen und der Ortspolizeibehörde auf Verlangen vorzulegen.

 - Bei der ergänzenden Maskenpflicht im öffentlichen Raum verlässt sich die Stadtverwaltung Freudenstadt auf die Eigenverantwortung der Menschen. "Auf dem größten Marktplatz Deutschlands gibt es genug Raum, um Abstände einzuhalten und sich ohne Mund-Nasen-Bedeckung an der frischen Luft aufzuhalten. Wenn man sich in den Fußgängerzonen oder unter den Arkaden unter mehreren Menschen bewegt, sollte man allerdings eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen", so Oberbürgermeister Julian Osswald.

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