Sie sorgen für festliche Musik in der Stadtkirche (von links): Rainer Benner, Annika Depfenhart, Frank Rieger, Andreas Spiegelhalder, Balint Tacacs und Markus Pfundstein. Foto: Dagobert Maier

Beim Neujahrskonzert in der Bräunlinger Stadtkirche brillieren Organist Frank Rieger und das Bläserquintett Neobrass.

Erneut ein überwältigender Erfolg war das Neujahrskonzert des Organisten Frank Rieger mit dem Bläserquintett Neobrass in der Bräunlinger Stadtkirche. Langanhaltender stehender Applaus und etliche Bravorufe verdeutlichten das durchweg positive Echo der Besucher in der voll besetzten Stadtkirche.

 

Das Bläserquartett spielte Stücke aus dem klassischen Bereich, aber auch Arrangements aus der Pop-Szene. Sehr gut präsentierte sich auch die musikalische Auswahl des Bläserabends mit Orgel, denn durchweg wurde edle, festliche Musik in hoher Qualität geboten, was dem Neujahrsabend einen besonderen musikalischen Glanz verlieh.

Grandioses Orgel-Solo-Finale

Die Besucher wurden mit dem „Feierlichen Einzug“ von Richard Strauss festlich bei guter Akustik in der Stadtkirche begrüßt und auf das Konzert eingestimmt. Weitere Werke unterschiedlichen Charakters bis hin zu modernen Komponisten folgten, ohne dass dabei die Klangsprache der Postromantik verlassen wurde. Dazu gehörten auch „Earthcape“ und „Septimi Tempi“ von David Marlatt und Robin Dinda zum Abschluss des Musikabends. Mit voller Orgel spielte Frank Rieger das grandiose Orgel-Solo-Finale aus der 1. Orgelsymphonie op. 14 von Louis Vierne. Das Bläserquintett präsentierte in einer sehr guten Harmonie mehrere Werke, wobei die Trompete oft den Klang mitbestimmte. Mit dabei auch Poptitel wie „Fields of Gold“ von Sting.

Präzision und Virtuosität

Es war immer wieder erstaunlich, mit welcher Präzision und Virtuosität die fünf Blechbläser agierten und ihre musikalische Harmonie präsentierten. Die Begeisterung und der lange Applaus regten die Musiker dazu an, eine Zugabe zu spielen. Neben Frank Rieger an der Orgel brillierten Balint Tacacs und Gründungsmitglied Rainer Benner mit der Trompete, Annika Depfenhart (Horn) und Markus Pfundstein mit der Tuba. Die Posaune blies Andreas Spiegelhalter. Viel gelobt wurde auch der differenzierte Klang der einzelnen Instrumente sowie die kanonischen Einsätze, die gut zur Geltung kamen. Die Einzelstimmen fasste bei einigen Stücken die virtuose Orgel zusammen. Über das Neujahrskonzert entfaltete jedes der Instrumente seine spezifische Klangqualität sehr gut und schuf ein opulentes festliches Klangerlebnis.