Im Sitzungssaal des Neubulacher Rathauses wird bald ein neues Gremium tagen. Foto: Thomas Fritsch

Bald wird auch in Neubulach ein neuer Gemeinderat gewählt. Eine der Listen ist bereits fast voll, bei den anderen hapert es bei der Suche nach Ehrenamtlichen noch etwas. Klar ist: Einige aktuelle Ratsmitglieder lassen sich nicht mehr aufstellen.

Die Kommunalwahl am 9. Juni wirft bereits ihre Schatten voraus. Auch die Fraktionen im Neubulacher Gemeinderat sind bereist emsig dabei, ihre Listen zu füllen. Wie läuft die Kandidatensuche bisher? Wir haben nachgehakt.

 

Das sagt die UGL Mit der Kommunalwahl befasse sich die Fraktion gedanklich schon seit einem halben Jahr. Die beiden bisherigen Stadträte Björn Ahsbahs und Andreas Kubesch werden wieder antreten. Die Altersspanne ist groß: „Insgesamt sind wir zehn Kandidaten, 17 bis 70 Jahre alt“, sagt Andreas Kubesch. Und weiter: „Wir haben eine gute Mischung nach Berufen, Alter, Männern und Frauen.“

„Überschaubare Warteschlange“

Wie viele Kandidaten letztendlich zusammengekommen sind, das verrät Kubesch nicht. Nur so viel: „Leider können wir nicht alle Listenplätze besetzen.“ Denn die Warteschlange der Interessenten sei überschaubar gewesen und „wir mussten in unserem Umfeld durchaus Überzeugungsarbeit leisten“, so der Stadtrat.

Es dürften wohl mindestens sechs Kandidaten sein: „Durch die Stimmenhäufung können unsere Anhänger aber alle 18 Stimmen auf der UGL-Liste unterbringen“, sagt Kubesch. Bei einer Person können nämlich maximal drei Kreuzchen gemacht werden. Im Zuge der Vorbereitungen hat es auch eine Überraschung gegeben: „Der junge Kandidat kam aus eigenem Antrieb auf uns zu, das freut uns ganz besonders.“

Das sagt die UWV Die Liste habe sich schon im vergangenen Oktober zusammengesetzt und über potenzielle Kandidaten nachgedacht, sagt Stadtrat Bernd Schwarz. Im Dezember habe es dann erste Treffen mit Interessenten gegeben. Doch er betont: „Prinzipiell verstehen wir uns in Neubulach nicht als einzelne Fraktionen, letztlich sind die einzelnen Listen nur ein Dach, unter dem sich die einzelnen Interessenten am besten aufgehoben fühlen.“

„Mix der Geschlechter und des Alters“

Die Suche verlief wohl trotzdem erfolgreich, denn „die Liste der UWV ist annähernd voll, es konnten viele neue und junge Menschen gewonnen werden, die sich zur Wahl stellen. Dies finden wir als Liste ganz hervorragend“, führt der Stadtrat aus. Und er meint: „Dies unterscheidet vielleicht auch Neubulach von anderen Städten und Gemeinden.“ Sind wieder alle bisherigen Kandidaten mit im Boot? Schwarz’ Antwort: „Nein, mehr kann ich darüber aber im Moment nicht sagen.“

Einige Bürger seien von sich aus auf die Liste zugekommen und haben sich schließlich für eine Kandidatur entschieden. Schwarz führt aber aus: „Wir haben ja derzeit einen Mix der Geschlechter und des Alters, der leider nicht die Bevölkerung wieder spiegelt. Deshalb haben wir versucht speziell Jüngere und natürlich vor allem auch Frauen anzusprechen und für ein Amt zu begeistern.“

Das sagt die CDU Noch nicht ganz so lange wie die anderen Fraktionen beschäftigt sich die CDU mit der Kommunalwahl. Seit Anfang des Jahres würden die Vorbereitungen laufen, mit Hochdruck seit dem 5. Februar, sagt Bernhard Grossmann, Ortsvereinsvorsitzender der CDU Neubulach. Voll ist die Liste wohl noch nicht, denn Grossmann führt aus, dass bisher etwa 40 Prozent der möglichen Listenplätze gefüllt werden konnten. Das Ziel sei natürlich, das noch zu ändern, aber „es ist absehbar, dass wir zumindest in einzelnen Teilorten dieses Ziel nicht erreichen werden“.

„Wir werden kämpfen bis zum Schluss“

Es würden nicht alle Mitglieder der Fraktion, die aktuell im Gemeinderat sitzen, wieder kandidieren. Und wie sieht es mit jüngeren Kandidaten aus? „Sehr schlecht, mit lediglich einer Ausnahme“, meint er und ergänzt: „Das Interesse der jüngeren Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich aktiv in die Kommunalpolitik einzubringen, ist nicht sehr ausgeprägt, um es vorsichtig auszudrücken.“ Aber „ noch schwieriger tun wir uns damit, Frauen zu finden, die bereit wären, für den Gemeinderat zu kandidieren“.

Der CDU-Mann sagt abschließend: „Wir werden kämpfen bis zum Schluss, um weitere Kandidatinnen und Kandidaten so rekrutieren, um der Neubulacher Bevölkerung eine attraktive Möglichkeit anbieten zu können.“

Der Wahlvorschlag aller Fraktionen muss der Stadt am 28. März bis 18 Uhr vorliegen.