Was kann sich Königsfeld im kommenden Jahr leisten? Die Frage steht im Zuge der Haushaltsberatungen im Fokus. (Symbolfoto) Foto: dpa/Reinhardt

Trotz klammer Gemeindekassen wird im kommenden Jahr in Weiler investiert. Gut eine halbe Million Euro fließen in den Königsfelder Teilort – etwa in Straßen, die Bushaltestelle und die Feuerwehr.

Knapp 520 000 Euro sollen 2024 in den Teilort fließen, wie Bürgermeister Fritz Link im Ortschaftsrat berichtete. Der jährliche Zuschuss an den kirchlichen Kindergarten liegt bei mehr als 251 000 Euro, was annähernd 95 Prozent der Betriebskosten entspricht.

 

Für 73 000 Euro soll dem Wunsch des Ortschaftsrats entsprechend auf 200 Metern der Hardtstraße der Belag erneuert werden. Aufgrund der Teuerungen könne man inzwischen im Straßenbau nur noch die Hälfte dessen machen, was noch vor ein paar Jahren möglich war, so Link.

Eine Viertelmillion Euro gibt Königsfeld 2024 für die Feuerwehr aus. Auf Weiler entfallen davon knapp 12 000 Euro, zum Beispiel für Ausrüstung und Lehrgänge oder den Austausch von Schließzylindern am Gerätehaus, da mittlerweile zu viele Schlüssel in Umlauf sind. Uwe Gönner brachte zur Lösung des Problems für die Zukunft die Einführung digitaler Schließzylinder ins Spiel. 5000 Euro sind als Planungsrate zum möglichen Ausbau des Gerätehauses vorgesehen.

Am Spielplatz wird einiges erneuert

116 000 Euro entfallen auf den barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle in Weiler. Der Zuschuss zur Gemeindehalle liegt bei etwa 45 000 Euro. Darin enthalten sind 2000 Euro für die Ersatzbeschaffung von Geschirr und Besteck. Uwe Gönner sah das als nicht ausreichend für eine komplette Neuanschaffung an und sprach sich gegen Stückwerk aus. Ebenfalls beschafft wird eine mobile Lautsprecheranlage. Nicht berücksichtigt wurden die Ergänzung der Tische und ein Bühnenpodest für Musikvereine. Es gebe aber Podeste der ehemals katholischen Kirchengemeinde, so Link.

Für den Spielplatz soll eine Fläche eingeebnet und neu eingesäht werden. Ein Antrag des Ortschaftsrats war auch die Erneuerung der Sandkastenumrandung und der Sandaustausch. Ebenfalls entsprochen wird dem Antrag des Elternbeirats zur Umgestaltung beziehungsweise der Beplankung der Steine wegen der Verletzungsgefahr für Kindern. Die sei erst vor wenigen Jahren mit großem Aufwand von Eltern umgesetzt und von der Gemeinde unterstützt worden, so Link. Ursprünglich seien größere Summen im Gespräch gewesen, man denke aber, das mit 8500 Euro umsetzen zu können.

Weitere Posten betreffen den Unterhalt des Rathauses samt Reparatur der Eingangstür, die Ersatzpflanzung eines Baums am Lindenplatz sowie die Erneuerung der Tür an der Westseite des Friedhofs.

Neue Gebührenordnung soll Verlust eingrenzen

Nach wie vor schreibt Königsfeld mit den Friedhöfen Verlust. Der werde insgesamt leicht größer, aber es gebe auch steigende Einnahmen als Auswirkung einer geänderten Gebührenstruktur, erklärte Link. Angestrebt werde ein Deckungsgrad von mindestens 50 Prozent.

Ortsvorsteher Heinz Kammerer bemängelte, dass zwei Bürger für Baumgräber Sandsteinplatten haben wollten, die aber nicht zu bekommen seien. Laut Link ist die Beschaffung nicht einfach, da sich der Gemeinderat für heimischen Granit ausgesprochen hatte, der im Moment nicht lieferbar ist. Notfalls müsse man sich für ausländischen Granit entscheiden.

Insgesamt würden entsprechend des Haushaltsplans knapp 520 000 Euro nach Weiler fließen. Der Ortschaftsrat stimmte für die vorgestellte Planung.