Die zweite Berufsfindungsmesse Campus Comenius der Zinzendorfschulen kam bei Ausstellern und Besuchern sehr gut an. Foto: Schwarzwälder-Bote

Berufsfindungsmesse der Zinzendorfschulen von Ausstellern und Besuchern sehr gut angenommen

Königsfeld. Über ihre berufliche Zukunft informierten sich zahlreiche junge Leute auf der Messe Campus ­Comenius der Zinzendorfschulen."Ich finde das Angebot gut, hier sind alle Stellen vertreten, über die ich mich informieren wollte", freut sich Wiebke Warfia, die sich für Architektur und Raumausstattung interessiert. So wie die Zehntklässlerin nutzten viele Schüler auch anderer Schulen aus der Region die Berufsfindungsmesse, um sich über ihre berufliche Zukunft zu orientieren.

Mit 30 Ausstellern, die teilweise in bis zu sieben verschiedenen Berufen ausbilden, war die Messe doppelt so groß wie bei der Premiere im vergangenen Jahr. Das Besondere war nicht nur das breite Spektrum der Branchen von Handel über Industrie, Pflege, Gastronomie und Handwerk, sondern auch, dass die meisten Betriebe ihre Auszubildenden gleich mitgebracht haben.

Austausch auf Augenhöhe kommt an

"So kommen die Informationen aus erster Hand. Wenn die Auszubildenden ihre Berufe erklären, ist das ein Austausch auf Augenhöhe und das kommt natürlich bei den Schülern besser an", stellte Ralf-Udo Schinle, Ausbilder für Industriekaufleute bei der Firma Schweizer Electronic in Schramberg, fest

Den Betrieben war wichtig, objektive Information über die verschiedenen Berufe weiterzugeben. "Dazu gehört auch, dass wir die negativen Aspekte – wie in unserem Fall die Arbeitszeiten – nicht verschweigen", meinte Tobias Hunziger, Restaurantleiter der ­"Alten Post" in Müllheim. Das direkte Feedback der Gäste entschädige jedoch dafür. "Wenn man nach einem Bürotag den Computer herunterfährt, bedankt der sich nicht, unsere Gäste schon."

An vielen Ständen erfuhren die möglichen Auszubildenden auch selbst, worauf es in den Berufen ankommt. Der Königsfelder Raumausstatter Jan-Jürgen Kachler etwa hat verschiedene Polstermaterialien mitgebracht, welche die Messebesucher ertasten konnten. Bei Aldi Süd durften die Interessenten um die Wette Kartons stapeln, bei der Firma Straub-Verpackungen aus Bräunlingen kleine Körbe aus Wellpappe zusammenstecken, in welche die ihre Messe-Mitbringsel transportieren konnten und am Stand des Hardter Möbelschreiners Werner Gaus Nägel in einen Balken schlagen.

Gut besucht war auch das Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit. "Viele junge Leute sind mit ihren Eltern hier", sagte die Berufsberaterin Andrea ­Vollmer. "Das ist gut, denn sie beleuchten die Berufe im Gespräch oft aus einer anderen Perspektive."

Neben der klassischen Ausbildung in den Sparten Industrie, Handel, Dienstleistung und Handwerk wurden auch andere Wege der Ausbildung vorgestellt, etwa an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg oder der Fachschule für Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen.

Die zuständige Abteilungsleiterin, Maria Lütkebohmert-Schilling, war erfreut, wie viele Jungen sich für die Erzieherausbildung interessieren. Der geschäftsführende Schulleiter der Zinzendorfschulen, Rainer Wittmann, zeigte sich nach der gut besuchten Messe sehr zufrieden: "Die Mehrzahl der Aussteller war über die Ehrlichkeit und Dichte der Gespräche überrascht", resümierte er.

Alle Aussteller lobten die Organisation der Messe und signalisierten, wieder zu kommen. Nächstes Jahr werde diese noch weiter wachsen, so Wittmann, dann werde man über eine Optimierung der Raumsituation nachdenken.

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