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Königsfeld Damit möglichst wenig in der Abfalltonne landet

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Runder Tisch zum Thema "Foodsharing" in Königsfeld Foto: Hübner Foto: Schwarzwälder Bote

Königsfeld. Eine Infoveranstaltung zum Thema "Food­sharing" bot der Aktionskreis Klimaschutz an. Julia Heinsen vom Foodsharing-Bezirk Villingen-Schwenningen berichtete über Möglichkeiten zur Beteiligung.

Andreas Dogor vom Aktionskreis begrüßte die Gäste und sprach von der Idee, "Foodsharing" in Königsfeld zu etablieren. Laut Heinsen wurde "Foodsharing" 2012 in Berlin gegründet. Den Bezirk in Villingen-Schwenningen gibt es seit 2017 mit momentan 167 "Food-Sharern". Das sind alle auf der Internetseite "foodsharing.de" Registrierte, die prinzipiell Lebensmittel abnehmen. Dazu gibt es 38 Unternehmen, bei denen potenziell Lebensmittel abgeholt werden können sowie neun laufende Kooperationen.

Für Villingen-Schwenningen wurden bis dato bei mehr als 600 Abholungen etwa fünf Tonnen Lebensmittel gerettet. Da sich die Arbeit mittlerweile auf viele Schultern verteile könne man beginnen, neue Kooperationen zu suchen. Allerdings müsse man sich gut überlegen, was die Ehrenamtlichen leisten könnten. Es gebe zwar keine Verpflichtungen bei der Registrierung, Zusagen solle man aber einhalten. Tafel-Läden hätten immer Vorrang, so Heinsen auf Nachfrage eines Besuchers. Erstes Ziel von "Foodsharing" seien nicht Bedürftige, sondern das Ziel, dass nichts in der Tonne lande. Deshalb nehme man auch alles, was möglich sei, nicht nur Veganes und Bio. Das heiße nicht, dass man das alles selber essen müsse sondern dass man es weitergebe. Zweiter Schritt nach dem Registrieren ist die Teilnahme als "Foodsaver", von denen es in Villingen-Schwenningen derzeit mehr als 60 gibt. Das sind Personen, die Lebensmittel bei Betrieben abholen. Dazu muss ein Quiz absolviert werden, bei dem es zum Beispiel um Hygieneregeln geht. Laut Heinsen gibt es auch einen Verhaltenskodex. Es gehe auch um Fragen der Haftung. Nicht abgeholt werden dürfen zum Beispiel roher Fisch, Eierspeisen oder Fleisch, insbesondere Hackfleisch. Dogor berichtete über drei Einführungsabholungen, an denen er selbst teilnahm.

Nach einer gewissen Zeit können "Foodsaver" zu Betriebsverantwortlichen werden, die Kontakte zu Betrieben aufnehmen. Laut Dogor braucht es auch Leute, die organisatorisch tätig sind. Wichtig ist laut Heinsen zudem ein Netzwerk an Personen, die Lebensmittel abnehmen. Falls das nicht reicht gibt es Gruppen auf der "Foodsharing"-Website, WhatsApp oder Facebook. Im Grunde finde fast alles einen Abnehmer, so Heinsen. Auch könne man aus fast allem etwas machen. In anderen Städten gibt es "Fairteiler" getaufte, öffentlich zugängliche Schränke, manchmal auch in Verbindung mit einem Kühlschrank, in dem Lebensmittel abgeholt werden können. Diese müssen aber engmaschig kontrolliert werden.

Ein nächstes Treffen zum Thema "Foodsharing" soll am 4. Februar um 19.30 stattfinden, nach bisherigem Kenntnisstand entweder im Sitzungssaal des Rathauses oder im Tagungsraum im Curavital-Gebäude.

5 Tonnen Lebensmittel wurden in Villingen-Schwenningen bei mehr als 600 Abholungen gerettet

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