Der „Panzer“ macht es schon wieder: Nach seinen entscheidenden Toren gegen Karlsruhe und Frankfurt trifft er in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg für Saarbrücken gegen Borussia Mönchengladbach und sagt glücklich: „Ich könnte losheulen.“
Es ist einfach unglaublich! Der Drittligist 1. FC Saarbrücken steht im DFB-Pokal-Halbfinale und der Ex-Nullachter Kai Brünker hat einen großen Anteil daran.
Was Kai Brünker schon alles im DFB-Pokal angestellt hat
In der ersten Hauptrunde trifft der „Panzer“ zum entscheidenden 2:1 gegen den Karlsruher SC. Nach dem Coup der Saarländer gegen die Bayern in der 2. Hauptrunde ist der Villinger beim 2:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt im Achtelfinale mit einem weiteren wichtigen Treffer beteiligt.
Und dann läuft an diesem Dienstagabend auf dem völlig durch Regen aufgeweichten und ramponierten Rasen im Saarbrückener Ludwigspark-Stadion die dritte Minute in der Nachspielzeit. Es steht 1:1. Auch Borussia Mönchengladbach richtet sich schon auf eine Verlängerung ein.
Der entscheidende Treffer gegen Gladbach
Doch die Borussen haben Kai Brünker nicht auf der Rechnung! Der Drittligist fährt auf diesem tiefen Geläuf noch einmal einen Konter über die linke Seite. Di Michele Sanchez passt genau in den Strafraum zu Kai Brünker, der auf der Höhe des Elfmeterpunkts mit einem Flachschuss ins linke Eck Gladbachs Torhüter Moritz Nicolas keine Chance lässt. Kai Brünker jubelt, zieht sein Trikot aus und kassiert noch Gelb.
Wenig später ist das Spiel aus – der 2:1-Coup des 1. FC Saarbrücken ist perfekt. Der Ludwigspark bebt. Erst der KSC, dann Bayern München, Eintracht Frankfurt und jetzt die Gladbacher – der absolute Wahnsinn. Die nächste „PokalsenSaartion“ titelt gleich die Bild.
Kai Brünker sinkt beim Schlusspfiff erst einmal auf die Knie. Der frühere 08-Stürmer hat sich und sein Team am Ende für eine kämpferisch grandiose Leistung belohnt.
Der Villinger könnte gleich „losheulen“
Wenig später steht der Pokal-Entscheider aus dem Schwarzwald schon vor der ersten TV-Kamera: „1.FC Saarbrücken –Pokalmannschaft. Halbfinale – das ist geisteskrank. Da oben sitzen meine Schwester, mein Schwager und meine Schwiegermutter. Ich könnte losheulen. Ich bin stolz auf jeden Einzelnen bei uns, wie die Mannschaft gearbeitet hat. Bei uns gibt es krasse Mentalitätsmonster. Es ist geil, dass für uns jetzt die Reise weitergeht. Mit einem Bein sind wir jetzt wirklich schon in Berlin. Jetzt können wir auch das Finale anpeilen. Ich weiß nicht, was heute noch passiert. Oder doch, ich glaube, ich knalle mir heute einen rein.“
Der Fernsehsender Sky zeichnete den „Panzer“ als „Man of the Match“ aus. „Diese Trophäe hat hier jeder auf dem Platz, auf der Bank, auf der Tribüne verdient“, so ein überwältigter Kai Brünker.
Auch sein Trainer Rüdiger Ziehl konnte den Sieg kaum in Worte fassen: „Dass wir das so geschafft haben, ist wirklich Wahnsinn. Unglaublich, dass wir am Ende noch vorne mit drei Mann in der Box stehen und Kai die Entscheidung schafft.“
Über Kaiserslautern nach Berlin?
Am 2. April kommt es im DFB-Pokalhalbfinale zwischen Saarbrücken und dem 1. FC Kaiserslautern zum „Südwest-Knaller“. Doch für Kai Brünker und seine Mannschaft begann erst einmal eine lange Feiernacht.
Die Halbfinale-Prämie für Saarbrücken
Übrigens: Der 1. FC Saarbrücken bekommt für seinen nächsten Coup und dem Erreichen des Halbfinales 3,45 Millionen Euro Pokal-Prämie.
Dies müsste reichen, um endlich die notwendige Drainage unter diesem Problemrasen im Ludwigspark-Stadion zu installieren, auch wenn dieser Untergrund offenbar der große Glücksbringer für Kai Brünker und seinem Team der Mentalitätsmonster ist.