Hier kamen sie alle zusammen: Musiker, Spaßmacher und ganz viele Narren. Bei der Kneipenfasnet im Schwenninger Café Häring gab es ein großes Geburtstagsfest für 25 Jahre Necklemer. Auch spontane Auftritte waren mit dabei.
Zu einer Kneipenfastnacht par excellence hatten „Die zwei Necklemer“ eingeladen und alle jene eines Besseren belehrt, die sagen, Schwenningen und Kneipenfastnacht gehe nicht zusammen.
Freilich, der Ort des Geschehens war das Kulturcafé Häring, doch die Stimmung war jener mindestens ebenbürtig, die es an vergleichbaren Orten andernorts gibt.
Ein Feuerwerkder guten Laune
Der 25. Geburtstag des urigen Gesangsduos Ralf und Heike Kempter rückte ob der zahlreichen Gastgruppen und Gesangseinlagen ohnehin rasch in den Hintergrund.
Viele Glanzpunkte im Programm
Vielmehr erlebten die Gäste im dicht belegten Veranstaltungssaal ein Feuerwerk der guten Laune. Allen voran die Necklemer, die auf ihre typische Art mit neuen Liedern begeisterten – inklusive einem kleinen „Best Of“.
Mit Geiger Stefan Erhart machte der letzte der einstigen Erfolgsgruppe „Vier Zylinder und eine Fehlzündung“ bei den ansonsten als Duo bekannten Necklemer mit.
Danach folgte ein Programm, das allen Gästen die Möglichkeit für einen Aufritt bot.
Zu denen, die eingeladen waren, zählte unter anderem das aus der Villinger Kneipenfasnet bekannte Pfaffenweiler Duo „Los Ämol“ mit Walter Ebner und Dieter Czeke. Mit verschmitztem Mutterwitz setzte das Duo Glanzpunkte im Programm.
Manch ein Gesang war optimierungsbedürftig
Die Villinger Fasnetgruppe „Vogelfrei“ mit Karl Mühleisen, Herbert Seemann, und Bernhard Gäßler gehörte ebenfalls zu jenen Gruppen, die es in ihren Auftritten verstehen, innerhalb kurzer Zeit für Stimmung zu sorgen.
Was die Kneipenfasnet auszeichnete, waren auch die Auftritte von Gruppen, die sich in den vergangenen Tagen oder vor Ort quasi spontan gebildet hatten. So war Heimatvereins-Chef Hans-Martin Weber mit seiner Ehefrau fest im Programm eingeplant, die dann jedoch krankheitsbedingt fehlte. Weber steckte indes nicht den Kopf in den Sand, engagierte kurzerhand den Trossinger Franz Samson als Taktgeber am Schellenbaum und begleitete das Spiel auf seinem Instrument selbst mit Gesang.
Doch mit seiner Aussage, dass sein Gesang noch optimierungsbedürftig sein, sollte er recht behalten.
Samson war derweil zuvor in Aktion getreten, als er am Akkordeon die selbst ernannte Prinzessin aus der Gartenstraße, Heike Schneckenburger, begleitete.
Als Gratulant des Jubelpaars trat Peter Hellstern in Aktion. Bei allen Auftritten machte das närrische Publikum begeistert mit und hatte einen Riesenspaß.
Nach vier Stunden gab es einige, die sich eine baldige Wiederholung eines derartigen närrischen Events in Schwenningen sehr gut vorstellen könnten.