„Job Start“ hieß der erste Ausbildungs-Info-Tag in der Gewerbestraße Brigachtal, an dem sich mehrere Firmen beteiligten. Die Veranstaltung verlief zufriedenstellend, wie die Initiatoren Lars Roth und Gebhard Effinger von Roth&Effinger erläuterten.
An dieser ersten Aktion beteiligten sich außerdem die Firmen Schäfer Heizung-Sanitär-Solar, Elektro Eichkorn, Metallbau Münch, LMS und Stahlbau Münch, die alle in ihren Firmen in der Gewerbestraße bereit standen.
Sie informierten vor allem Schüler, die sich schon langsam Gedanken machen, wie es nach dem Schulabschluss weitergehen soll, über ihre Firmen mit ihren Bildungsangeboten. Eltern und Lehrkräfte waren genauso willkommen, um ihren Schülern beratend zur Seite zu stehen.
Rolf Hirt ist seit fünf Jahren Ausbilder bei Roth&Effinger für technische Berufe. „Wir haben einen ersten Auszubildenden hier und sind jetzt so breit aufgestellt, dass wir weitere junge Leute ausbilden können“, erklärt er gegenüber unserer Redaktion. „Wir bilden Konstruktionsmechaniker aus, unter anderen in 3D-Laserschweißen, CNC-Fräsen, Profile sowie Bleche millimetergenau schneiden und biegen. Wir erwarten einen Hauptschulabschluss oder mittleren Bildungsabschluss“, so Hirt.
Interesse an der kaufmännischen Richtung
Ein junger Mann erscheint, er heißt Benjamin Felger aus Königsfeld, wird Ende August 16 Jahre alt. Er besucht die zehnte Klasse der Gemeinschaftsschule Mönchweiler und interessiert sie für die kaufmännische Richtung. Für ihn ist F. Staiger vom Sekretariat zuständig, die ihn gleich unter ihre Fittiche nimmt – zuerst gibt es einen Rundgang im technischen Bereich, dann im Büromanagement.
Bei der Firma Schäfer Heizung-Sanitär-Solar lässt sich der 14-jährige Tim Kloker den Ölbrenner für Heizung erklären. Er ist Achtklässler an der Bickebergschule in Villingen und interessiert sich für die technische Seite. Das sei ein alter Kessel mit einem Sturzbrenner, also von oben nach unten, erklärt ein Mitarbeiter.
Bedeutend mehr Kraft als eine Heckenschere
Tim Kloker ist schon einige Meter weiter und biegt einen Kleiderbügel aus Metall, den er mit nach Hause nehmen darf. Jonas Reiner erläutert, das geschehe heute durch starkes pressen, man benötige keine Hitze. Die riesige Schere sieht wie eine Heckenschere aus, hat aber bedeutend mehr Kraft.
Schüler stellen Verlängerungskabel her
Bei Elektro Eichkorn wuseln Mitarbeiter, Schüler, Freunde, Familien – bei 60 Mitarbeitern kommt da etwas zusammen. Thomas Platzk, Ausbilder, erklärt: „Wir suchen Azubis für den Beruf des Systemintegrators.“ Die Schüler dürfen ein Verlängerungskabel herstellen. Im großen Schulungsraum zeigt er die verschiedenen Systeme: Rollladen runter, der Raum erstrahlt in Melancholie, dann in Romantik. Einfach Licht an, Licht aus, das genüge nicht mehr heutzutage, betont er.
Daher bilde er Elektroniker für energie- und Gebäudetechnik und Elektroniker Gebäudesystemintegration aus.