Christian Berger ist wenige Wochen nach seinem 85. Geburtstag gestorben. Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Montag, 29. April, ab 13 Uhr auf dem Friedhof in Meßstetten statt.
Noch vor kurzem hatte Christian Berger bündige Bilanz gezogen: „Ich habe ein gutes Leben gehabt.“ Am 29. März 1939 war er als drittes Kind von Wilhelmine und Ernst Berger zur Welt gekommen. Schon früh interessierte er sich für Maschinen, und zwar vorrangig für die großen; in seiner ersten Ausbildung – zum Nähmaschinenmechaniker – machte er dann eher Bekanntschaft mit den kleinen.
Die Entscheidung für diesen Berufsweg war eine pragmatische gewesen; Christian Berger sollte sich später einmal um die Strickerei kümmern, die zweite Säule, auf der die Existenz der Familie Berger ruhte.
Der Erfolg der Firma fußte auf dem Einfallsreichtum Bergers
Die erste war indes der Maurerbetrieb der Familie, und für diesen absolvierte der junge Mann dann eine weitere Lehre und erwarb später auch noch den Meisterbrief. Gemeinsam mit seinem Bruder machte er aus der elterlichen Firma ein modernes Bauunternehmen, dessen Leistungsspektrum die gesamte Bandbreite von Hoch- und Tiefbau samt dem Abbruch von Gebäuden umfasste.
Der Erfolg der Firma war nicht zuletzt Christian Bergers innovativer Art geschuldet – als Beispiele seien der Bau von Betonmischanlagen und der Einstieg ins Baustoffrecycling genannt. Sein Bruder unterstützte ihn bei seinen Projekten; nach seinem Tod blieb Christian Berger noch bis 2010 in der Geschäftsführung und zog sich dann aus dem Berufsleben zurück.
Ein fester Teil in Meßstettens Städtepartnerschaft und Vereinsleben
Neben Bergers beruflichem Engagement stand gleichberechtigt das gesellschaftliche. Für die Freien Wähler saß er 28 Jahre lang im Gemeinderat; für Meßstettens Städtepartnerschaft mit dem französischen Luynes engagierte er sich auch privat stark, unter anderem als der leidenschaftliche Jäger, der er war.
Auch nach Österreich, wo er über ein halbes Jahrhundert lang Jagdherr war, pflegte er intensive Kontakte – und in Meßstetten gründete zusammen mit anderen Freunden der Natur und des Waidwerks den Wildgehegeverein Meßstetten und gehörte ihm mehr als 50 Jahre als aktives Mitglied, lange Zeit auch als stellvertretender Vorsitzender an.
Indes war er noch in weiteren Vereinen Gründungsmitglied, nämlich im Skiverein und im Tennisclub – weißer Sport der eine wie der andere; Christian Berger frönte beiden, sofern es seine Zeit zuließ. Er begeisterte sich aber auch für die Leichtathletik und den Handball, spielte Golf, gehörte dem Fußballverein an und stellte ihm im Bedarfsfall bereitwillig seine Maschinen. Er liebte und genoss das Leben; auch ein Gläschen Wein durfte gelegentlich sein.
Ein herzensguter Ehemann, liebevoller Vater und wunderbarer Opa
Christian Berger hinterlässt seinen Sohn Axel aus einer ersten Ehe und die beiden Enkeltöchter Laura und Nora. In zweiter Ehe war er seiner Frau Gabi ein herzensguter Ehemann, deren Tochter Ariane ein guter und liebevoller Vater und Arianes Sohn Max ein wunderbarer Opa. Die Stadt Meßstetten aber verliert mit ihm eine ihrer profiliertesten Persönlichkeiten.
Viele Meßstetter werden Christian Berger am Montag, 29. April, auf seinem letzten Weg begleiten. Der Urnenbeisetzung auf dem Meßstetter Friedhof geht die Trauerfeier in der Aussegnungshalle voraus. Beginn ist um 13 Uhr.