Weder zu übersehen noch zu überhören sind derzeit die Arbeiten auf dem St. Georgener Marktplatz und in der darunter liegenden Tiefgarage. Vieles wird hier derzeit gleichzeitig erledigt. Alexander Tröndle, Leiter des städtischen Bauamts, gibt einen Überblick.
Wochenlang konnte man beobachten, wie die Baugrube auf der östlichen Seite des St. Georgener Marktplatzes wuchs und wuchs. Mittlerweile ist sie mehrere Meter tief – und gab jüngst einige Tage den Blick direkt in die unter dem Marktplatz gelegene Tiefgarage frei. Mittlerweile beherrschen Sperrholzplatten das Bild. Dass hier gebuddelt und gearbeitet wird, hat durchaus seine Gründe.
Denn an dieser Stelle wird aktuell die Grundlage für die im Zuge der Innenstadtsanierung geplante Erweiterung der Marktplatztiefgarage geschaffen, wie Bauamtsleiter Alexander Tröndle im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt. Demnach werden an dieser Stelle als nächstes die Betonarbeiten erfolgen, „dann wird ausgeschalt, und es kommt der Belag oben drauf“.
Darüber hinaus wird in den kommenden Wochen und Monaten die neue Einfahrt für die Tiefgarage gebaut. Diese befindet sich nach Abschluss der Tiefgaragensanierung nicht mehr, wie bisher, in Richtung der Gerwigstraße. Künftig gelangen Autos von der Gewerbehallestraße aus in die Tiefgarage – etwa an der Stelle, wo sich aktuell die Zufahrt zur Baustelle auf dem Marktplatz befindet.
Tiefgaragenanbau soll bis Januar fertig sein
Bis Januar, erklärt Bauamtsleiter Tröndle auf Anfrage, soll die Erweiterung der Tiefgarage samt der neuen Zufahrt fertiggestellt sein. In der Zwischenzeit wird zum Bau der neuen Tiefgaragenzufahrt noch ein Stück der Gewerbehallestraße – betroffen ist der Bereich an der Kreuzung mit der Bahnhofstraße – gesperrt werden.
Bodenbelag der Tiefgarage muss weichen
Doch nicht nur im östlichen Teil des Marktplatzes wird gearbeitet: Das Besondere an der Innenstadtsanierung sei, „dass hier ganz verschiedene Gewerke gleichzeitig laufen“, erklärt Tröndle. Denn auch im Innern der Tiefgarage geht es zur Sache: Hier werden etwa zehn Zentimeter des Bodenbelags entfernt, sagt der Bauamtsleiter im Gespräch mit unserer Redaktion. Denn von dem Salz, das im Winter in die Tiefgarage gelangt, sei der Untergrund der Tiefgarage stark beschädigt. Das gilt auch für einige der Betonpfeiler, die bereits seit mehreren Jahren zusätzlich abgestützt werden. Diese werden im Zuge der Sanierung Tröndle zufolge ebenfalls ersetzt.
Auch auf dem Marktplatz sind die Auswirkungen der Innenstadtsanierung offensichtlich: An den meisten Stellen mussten die Pflastersteine, die bislang den Belag des Marktplatzes bildeten, bereits weichen. Der Rückbau gehe gut voran, sagt Tröndle. Dass dieser Schritt schnell erledigt werde, sei derweil besonders wichtig. Denn in den Bereichen, in denen man das Pflaster direkt an den umliegenden Gebäuden entfernen muss, ergäben sich natürlich auch besonders starke Einschränkungen für die ansässigen Geschäfte.
Arbeiten gehen bislang planmäßig voran
Insgesamt liegen die Arbeiten bislang gut im Zeitplan, erklärt Tröndle – aber nicht ohne zu erwähnen, dass bereits eine unerwartete Begebenheit ausreichen kann, dass sich das ändert. Mittlerweile laufen die Arbeiten in der St. Georgener Stadtmitte seit gut sechs Wochen. Im Bauzeitenplan ist vorgesehen, dass die letzten Arbeiten im Sommer 2025 abgeschlossen werden.