Wenn der dritte Bauabschnitt im Baugebiet Sternendachsbühl erschlossen wird, sollen auch die Fertigstellung des Gehwegs und der Feinbelag des zweiten Abschnitts erfolgen. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: Erschließung einstimmig vergeben / Fertigstellung im Sommer

Eschbronn-Mariazell (lh). Im Ortsteil Locherhof stehen alsbald wieder Grundstücke für Bauwillige zur Verfügung. Der Gemeinderat vergab in seiner Sitzung die Erschließungsarbeiten für einen dritten Bauabschnitt im Wohngebiet "Sternendachsbühl" für 308 000 Euro. Die Vergabe der Gewerke an den jeweils günstigsten Bieter erfolgte einstimmig.

Nach Darstellung von Bürgermeister Franz Moser besteht der Geltungsbereich des Bebauungsplans Sternendachsbühl aus zwei Bereichen. Einem, der am Dachsbühlweg liege und von dort aus erschlossen werden soll und einem, der in weiten Teilen schon bebaut sei.

Da der Bedarf an Baugrundstücken auch im Ortsteil Locherhof weiterhin sehr hoch sei, habe der Gemeinderat in der Februar-Sitzung dieses Jahres die Planungs- und Ingenieurleistungen für einen dritten Bauabschnitt an das Büro RIP aus Rottweil vergeben und die Verwaltung mit der Erstellung der Ausschreibung beauftragt (wir berichteten). Mit diesem dritten Abschnitt werde der Straßen-Ringschluss hergestellt und weitere zehn Bauplätze geschaffen, schilderte der Bürgermeister.

Wie Planer Wilfried Baiker vom RIP erläuterte, sei in zwei Losen ausgeschrieben worden, in denen auch Restarbeiten des zweiten Bauabschnitts wie Fertigstellung Gehweg und Feinbelag enthalten seien. Bei den Straßen- und Tiefbauarbeiten habe die Firma Bantle aus Bösingen mit 284 000 Euro das günstigste Angebot unterbreitet. Darin enthalten seien Erdarbeiten für die Verlegung von Gas- und Stromleitungen von insgesamt rund 24 000 Euro, die die Firmen EGT und EnRW selbst vergeben. Der Anteil der Gemeinde am Los betrage somit knapp 260 000 Euro.

Angebot an erster Stelle

Für das Liefern und Verlegen der Wasserleitungen liege das Unternehmen Rack aus Renquishausen mit einem Angebot von 18 500 Euro an erster Stelle. Für Nebenkosten fielen 30 000 Euro an, teilte Baiker mit. Die Gemeinde kalkulierte Erschließungskosten von 295 000 Euro, die im aktuellen Haushaltsplan eingestellt sind. Es ergibt sich somit eine Differenz zum Ausschreibungsergebnis von rund 13 000 Euro. Die Kostenberechnung des Ingenieurbüros lag einschließlich Planungsleistungen bei 283 000 Euro.

Rat Christoph Meyer-Sander war der große Unterschied beim Wasserleitungsmaterial (Los 2) zwischen dem ersten und zweiten Bieter von knapp 10 000 Euro (52 Prozent) aufgefallen. "Da können schon Zweifel aufkommen, ob die Qualität noch gegeben ist", urteilte er. Diese Differenz, sagte der Architekt, sei für ihn völlig normal. Die Qualität sei die gleiche. Rat Fred Zehnder wollte wissen, wann der Feinbelag im zweiten Bauabschnitt aufgebracht wird.

Laut Moser sei dies schwierig vorherzusagen, da noch Gas und Breitband verlegt werden müssen. Wenn dies im Gehweg keinen Platz mehr habe, müsse in die Straße ausgewichen und aufgegraben werden, was er nicht hoffe.

Die Verlegung von Gas und Glas hänge stark mit der Erschließung des dritten Bauabschnitts zusammen. Da stehe er aber mit der EGT und der Deutschen Telekom in engem Kontakt. "Auf jeden Fall noch in diesem Jahr", legte sich der Bürgermeister fest.

Bessere Kunde gab es von Planer Baiker: "Bis zum Sommer soll die Erschließung fertig sein", stellte er in Aussicht.

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