Eigenbetrieb Tourismus und Stadtmarketing Bad Herrenalb: Um mehr als 156 000 Euro übersteigen im Erfolgsplan 2024 die Aufwendungen die Erträge. Foto: Kugel

Der Wirtschaftsplan 2024 des Eigenbetriebs Tourismus und Stadtmarketing liegt den Bad Herrenalber Stadträten vor. Bei den Vorbemerkungen wird auch auf Infrastruktur und Übernachtungszahlen eingegangen.

In Abstimmung mit der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald (TNS) sei das Thema „Nachhaltiges Reiseziel“ neu – weil landkreisweit – aufgestellt worden. Die Zertifizierung der TNS sei voriges Jahr erfolgt, Bad Herrenalb fungiere als Partner unter diesem Label. Auch darüber werden die Bad Herrenalber Stadträte informiert, wenn es um den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Tourismus und Stadtmarketing geht.

 

„Bernbacher Grenzerfahrungen“

Abstimmungsfragen Mit „Albtal.Aussichten“ habe die Tourismusgemeinschaft Albtal Plus einen neuen Weg entwickelt und im Jahr 2023 eröffnet. Auf 101 Wanderkilometern würden elf Aussichten in acht Orten erlebbar. Dabei führe die erste Etappe von Ettlingen nach Marxzell, die zweite von Marxzell nach Bad Herrenalb, die dritte von Bad Herrenalb nach Rotensol sowie die vierte von Rotensol nach Waldbronn. Die Eröffnung des Wanderwegs rund um Bernbach mit den Namen „Bernbacher Grenzerfahrungen“ „verzögerte sich aufgrund von Abstimmungsfragen der beteiligten Landkreise weiter“, wird des Weiteren informiert. Die Eröffnung sei nun für 2024 vorgesehen. „Der südliche Teil kann und soll zu einem Qualitätswanderweg zertifiziert werden, der nördliche Teil erfüllt die Kriterien hierfür leider nicht.“ Zwischen Rotensol und Neusatz entstehe der „Vater Unser Weg“, der bestehende Wege nutze und an ausgewählten Punkten zur inneren Einkehr einlade. An den ausgewählten Punkten würden Holzstelen mit Zitaten aus der Bibel aufgestellt. Das Projekt sei privat finanziert, die Mitarbeiter des Eigenbetriebs hätten den Prozess unterstützt. Eine Umsetzung werde 2024 erwartet.

Innere Einkehr

Webcam Auf dem Dach des Hotels Schwarzwald Panorama befinde sich seit Jahren eine Webcam, die es erlaube, einen aktuellen Blick über die Kernstadt zu werfen. 2023 sei die Webcam insgesamt 1 135 035 mal angeklickt worden. Die Verteilung der Zugriffe habe sich wie folgt dargestellt: 863 690 Deutschland, 47 138 Österreich, 44 491 Niederlande, USA 16 853 gefolgt von Italien, Finnland, Schweiz, Großbritannien, Belgien, Tschechische Republik und andere.

Leichter Rückgang

Kennzahlen Zu der Entwicklung der Übernachtungszahlen 2004 bis 2023 ist zu lesen: Wichtige Kennzahlen im Tourismus seien die Anzahl der Ankünfte, der Übernachtungen sowie die Tourismusintensität (Übernachtungszahlen/Einwohnerzahlen x 100). Die Entwicklung der Übernachtungen von 2004 bis 2023 im gewerblichen Segment in Betrieben mit mehr als neun Betten in Bad Herrenalb zeige die Statistik des Statistischen Landesamtes Stuttgart. „Die Zahl der Ankünfte stieg im Vergleich zu 2022 um 3077 an. Es konnten 299 149 und damit 522 Übernachtungen mehr als im Vorjahr verzeichnet werden“, erläutert die Verwaltung.

Die Aufenthaltsdauer und die Auslastung seien leicht zurückgegangen. In der Statistik des Landkreises Calw habe Bad Herrenalb im Jahr 2023 einen Anteil von 14,5 Prozent (Vorjahr 13,9 Prozent) bei Betrieben, 16,2 Prozent (16,3 Prozent) bei Schlafgelegenheiten, 18,9 Prozent (19,6 Prozent) bei Ankünften und 20,3 Prozent (21,5 Prozent) bei Übernachtungen.

Bei den Übernachtungsstärksten

Nicht betrachtet würden bei der amtlichen Statistik Ferienwohnungen und Ferienhäuser mit bis zu neun Betten sowie von der Kurtaxe befreite Gäste. In den Betrieben mit bis zu neun Betten habe Bad Herrenalb im Jahr 2021 circa 18 500 Übernachtungen gezählt. Von der Kurtaxe befreit seien zudem circa 16 000 Übernachtungen gewesen.

In den vergangenen Jahren hätten sich „die Übernachtungszahlen über alle Betriebe in Bad Herrenalb“ so entwickelt: 2019: 335 263; 2020: 236 403; 2021: 249 017; 2022: 322 332; 2023: 326 527. Für den gesamten Schwarzwald liege noch keine Zusammenfassung für das Jahr 2023 vor.

Auch 2023 dürfte Bad Herrenalb mit den Übernachtungen aus der amtlichen Statistik zu den 25 übernachtungsstärksten Orten im Schwarzwald zählen.

Hinter den Erwartungen Die positive Tendenz bei den Übernachtungszahlen habe sich im Laufe des Jahres 2023 zwar etwas abgeschwächt. Insgesamt hätten in allen Betrieben jedoch 326 000 (Vorjahr 322 000) Übernachtungen gezählt werden können. Die amtliche Statistik des Landes Baden-Württemberg weise mit 299 149 Übernachtungen (Vorjahr 298 627) ein leichtes Plus bei Betrieben ab zehn Betten aus. „Damit blieb die Zahl hinter den Erwartungen zurück. Ursächlich sind die teilweise Schließung einzelner Häuser oder Umbaumaßnahmen; Gegebenheiten, die sich von den Touristikern nicht beeinflussen lassen“, wird zudem informiert. „Damit blieb auch die Höhe der Kurtaxe mit 626 000 Euro hinter den Erwartungen mit 675 000 Euro zurück.“

Über den Schätzungen

Die von den Betrieben zu entrichtende Fremdenverkehrsabgabe habe hingegen mit 297 332 Euro weit über den Annahmen mit 190 000 Euro gelegen. Der vom Land zugewiesene Fremdenverkehrslastenausgleich habe 117 781 Euro betragen „und lag über den Schätzungen von 110 000 Euro“.