Das Hotel Waldsägmühle in Kälberbronn (Archivfoto) Foto: Fritsch

Für die umfangreichen Pläne der Betreiberfamilie in Kälberbronn in den kommenden Jahren werden der Bebauungs- und der Flächennutzungsplan geändert.

Der Gemeinderat Pfalzgrafenweiler hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans „Waldsägmühle“ gefasst. Gleichzeitig wurde die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange eingeleitet.

 

Vorausgegangen, so Bürgermeister Dieter Bischoff, waren umfassende Planungen der Betreiberfamilie Ziegler zur Weiterentwicklung des Hotels in Kälberbronn. Bereits vor zwei Jahren fanden erste Gespräche mit den Behörden statt, die in die vorgelegten Pläne mündeten, so Bischoff.

Da der bestehende Bebauungsplan für die umfangreichen Vorhaben der kommenden Jahre nicht ausreiche, sollen in die Änderungen auch bereits verwirklichte und genehmigte Erweiterungen als Bestand aufgenommen werden.

Neues Wohngebäude

Geplant sind der Neubau eines Wohngebäudes mit drei Wohnungen für den Betriebsinhaber, Parkplätze, ein Hackschnitzelheizwerk zur Deckung des Energiebedarfs der Hotelanlage, ein Fahrradverleih für die Gäste sowie ein unter der Straße verlaufender Versorgungskanal.

Der Anlieferverkehr mit Waren für das Hotel ist auf der gegenüberliegenden Straßenseite geplant. Um Hauptzufahrt und Gästebereich einschließlich der Parkplatzflächen frei zu halten, sollen angelieferte Waren künftig unter der Straße durch den Versorgungskanal befördert werden. Der etwa zwei Meter breite Kanal ist laut Bischoff bereits mit dem Straßenbauamt abgestimmt.

Suiten und größerer Wellnessbereich

Darüber hinaus plant Familie Ziegler, in den kommenden Jahren weitere Hotelzimmer als Suiten zu bauen und den Wellnessbereich im Süden des Plangebiets zu erweitern. Zudem soll das Mitarbeiterwohnhaus im Osten des Gebiets modernisiert und auf den Stand heutiger Anforderungen gebracht werden. Das Projekt soll sukzessive umgesetzt werden, und dafür benötigt der Hotelbetreiber Planungssicherheit.

Ergänzend heißt es in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat, dass der Flächennutzungsplan ebenfalls zu ändern sei und mit dem Vorhabenträger, also der Hotelbetreiberfamilie, ein städtebaulicher Vertrag über die Kostentragung dieses Verfahrens geschlossen werde.