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Horb a. N. Schulbedarf ist für viele zu teuer

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Gleiche Chancen für alle: Das wünschen sich Armin Wicker und Michael Vogelmann.Foto: Morlok Foto: Schwarzwälder Bote

Mit ihrer Sommeraktion "Gleiche Chancen für Alle" startet die Caritas in Kooperation mit der katholischen Kirche auch in diesem Jahr wieder in die großen Ferien. Es ist eine gute Sache, die seit Jahren als eine der Konstanten im Aktionsplan der beiden Institutionen verankert ist.

Horb. Be reits zum wiederholten Male bitten Kirche und Caritas im Rahmen ihrer Tafelkistenaktion in den Ferien nicht nur um haltbare Lebensmittel, sondern ganz gezielt um Dinge, die den Schulanfang für die bedürftigen Familien der Gegend und deren Kinder zumindest aus finanzieller Sicht etwas abfedern.

"Bei der Bedarfsliste, die die Kinder zur Einschulung oder beim Klassenwechsel in die Hand gedrückt bekommen, ist schnell mal ein Betrag von 50 bis 100 Euro weg", wusste Dekanatsreferent Armin Wicker aus eigener Erfahrung. Er hat selbst zwei Kinder im schulpflichtigen Alter und weiß daher genau, was Stifte, Schulhefte und andere Verbrauchsmaterialen kosten und dass man einen Schulranzen auch nicht für 1,50 Euro bekommt. "Für unsere Kunden ist diese Zusatzbelastung jetzt in Coronazeiten mit Kurzarbeit und dergleichen fast nicht zu bezahlen", bestätigt auch Caritas-Fachbereichsleiter soziale Hilfen der Caritas Region Schwarzwald-Gäu, Michael Vogelmann, der seit seinem Dienstantritt am 1. Januar die Problematik um diese außergewöhnliche Belastung in seinem Arbeitsalltag immer wieder hautnah mitbekommt. "Das von der Bundesregierung initiierte Bildungsteilehabepaket ist nicht potent genug ausgestattet, um alle Ausgaben, die auf unser Klientel zukommen, zu decken", wussten die beiden Verantwortlichen aus Kirche und Sozialverband. Das war mit ein Grund, warum Kirche und Sozialverband diese Aktion vor Jahren ins Leben riefen und sie nun Jahr für Jahr im Sommer starten.

Sie selbst sind die Ideengeber, umgesetzt wird die Aktion jedoch in den Gemeinden. Dort tragen die Ehrenamtlichen, die auch sonst das Jahr über die Tafelladenkisten betreuen, die in Kirchen und teils in Gemeindehäusern stehen, diesen sozialen Gedanken in ihren Ort. "Sie haben diese Aktion zu ihrer Sache gemacht und ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer in jedem Ort des Dekanats Freudenstadt geht gar nichts", unterstrich Wicker die Wichtigkeit der vielen Helfer im Hintergrund. "Und dafür bedanken wir uns ganz besonders im Namen all derer, die auf diese Hilfe angewiesen sind", sagten Vogelmann und Wicker unisono.

Benötigt werden Farben, Klebstoff, Zeichenblöcke, Blei- und Buntstifte, Radierer, Dosenspitzer, Schulhefte und vieles mehr. Gesammelt wird ab sofort bis zum 12. August. Dann ist Leerung aller 50 Tafelladenkisten. Die eingegangene Ware wird sortiert und wenige Tage später über den "Carisatt-Laden" in der Bildechinger Steige weitergegeben. "Dass wir diese Sachspenden umsonst weitergeben, liegt sicher auch in der Erwartung der Spender, und daher ist es uns ganz wichtig, dies auch so zu realisieren", hob Vogelmann diesen aus seiner Sicht wichtigen Aspekt hervor und hofft, dass die Spendenbereitschaft auch in diesem Jahr wieder so hoch ist, wie all die Jahre zuvor.

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