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Horb a. N. Im Stadtgebiet sind jetzt 24 Defibrillatoren

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Landrat Klaus Michael Rückert (von links) und Oberbürgermeister Peter Rosenberger halten einen der lebensrettenden Defibrillatoren. Michael Müller von der Björn-Steiger-Stiftung und Robert Hermann, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, freuen sich über die abgeschlossene Initiative. Foto: Morlok

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Horb - Die Große Kreisstadt ist nun offiziell herzsicher. Mit der Aktion "100 000 Leben zu retten", bei der pro 1000 Einwohner mindestens ein AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) öffentlich zugänglich sein soll, rannte die Björn-Steiger-Stiftung im Landratsamt Freudenstadt offene Türen ein.

"Wir waren sofort bereit, uns dieser Aktion anzuschließen und als Pilotprojekt den ›Herzsicheren Kreis Freudenstadt‹ zu starten", erklärte Landrat Klaus Michael Rückert am Dienstagnachmittag, beim Abschluss der Initiative, die vor rund zwei Jahren gestartet worden war.

Rückert, der wie er sagt, selbst aus dem Rettungsdienst kommt, hatte schon länger die Idee, diese lebensrettenden Geräte in irgendeiner Form im Landkreis zu platzieren. "Doch scheiterte es damals an den Kosten, den Zweifeln und vielleicht auch an der Unkenntnis der Möglichkeiten," so Rückert.

Neben Landrat Rückert nahmen an diesem offiziellen Übergabetermin auch Oberbürgermeister Peter Rosenberger, Robert Hermann, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, sowie Michael Müller, Projektmanager "100 000 Leben zu retten" von der Björn-Steiger-Stiftung teil. Müller und Hermann waren es, die das Projekt in Horb betreut und maßgeblich dafür gearbeitet hatten, dass die Umsetzung so reibungslos klappte.

Der plötzliche Herztod ist mit mehr als 100 000 Betroffenen jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland, informiert die Björn-Steiger-Stiftung. Ein Tod, der oftmals vermeidbar wäre. Der Betroffene hat eine Chance, wenn sofort mit der Herzdruckmassage begonnen und ein AED-Gerät eingesetzt wird. "Falsch machen kann man dabei gar nichts." Deshalb sollten vor allem Laien auch beherzt eingreifen "Vor einem liegt quasi ein Toter – und mehr als tot geht nicht, doch bietet sich durch die Anwendung eines AED-Geräts die Chance, den Patienten zu retten", eine recht pragmatische Aussage.

"Wenn man das Gerät einschaltet, führt es den Helfer durch alle Schritte, die zu tun sind", erklärte Michael Müller die recht einfache Handhabung dieser Art von Defibrillator, der allein schon durch seine Anwendungssicherheit auch Laien-Defibrillator genannt wird. "Das Gerät misst die Funktionen des Patienten durch und erst dann, wenn es feststellt, dass tatsächlich ein Stromstoß (Schock) notwendig wird, dann gibt es diesen frei. Ansonsten kann man drauf drücken so oft man will, das AED wird nicht reagieren."

"Anwenderfreundlichkeit und eingebaute Sicherheit garantieren dafür, dass man wirklich nichts falsch machen kann, auch wenn man so ein Gerät des erste Mal bedient", das war die Kernbotschaft zum Umgang mit den Geräten.

Wie wichtig gerade rasches Handeln bei plötzlich auftretenden Herzproblemen ist, das bekommen heute schon die Kinder im Vorschulalter und Grundschüler vom Kobold Sani Sanelli vermittelt, der direkt über die Björn-Steiger-Stiftung in die Klassen und in den Kindergarten kommt. Rückert, der dies im Nordstetter Kindergarten live erlebt hatte, zeigte sich von diesem weiteren Angebot mehr als begeistert.

Peter Rosenberger bedankte sich sowohl beim Landrat als auch bei der Björn-Steiger-Stiftung dafür, dass sie Horb herzsicher gemacht haben. "Es steht keine Symbolik, sondern echte Hilfe dahinter." Obwohl noch nicht ganz Schwabe, freute sich Rosenberger zudem, "dass uns das nichts kostet". Außer, dass Strom, Raum und dergleichen zu Verfügung gestellt werden müssen, braucht weder die Stadt noch der Kreis weitere Mittel aufzuwenden.

Neben der Stiftung griff auch hier die heimische Wirtschaft tief in ihren jeweiligen Spendentopf und unterstützte dies ungemein wichtige Projekt mit einem Teil der Mittel. Inklusive Schulung und Wartung kostet ein Gerät etwa 3000 Euro, so eine Info von Projektmanager Müller. Nach jedem Einsatz muss das Gerät von Fachleuten wieder in den betriebsbereiten Zustand gebracht werden, die die benutzten Dinge wie Einwegrasierer oder Papiertücher, die in jedem Set beiliegen, wieder auffüllen.

"Ich bin ein bissle stolz darüber, dass wir gemeinsam dieses Projekt so schnell umsetzten konnten", stellte ein sichtlich erfreuter Landrat fest, der anfügte, dass auch der gesamte Kreis bis Mitte des Jahres herzsicher sein wird.

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