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Horb a. N. Horber lechzen nach dem Kinoerlebnis

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Kinoerlebnis mit besonderer Atmosphäre: "Der Junge muss an die frische Luft" lockte viele Besucher auf den Marktplatz. Foto: Morlok Foto: Schwarzwälder Bote

Experiment wieder einmal geglückt – die Macher vom Projekt Zukunft dürfen mit ihrem Freiluftkino-Projekt auf dem Marktplatz in diesem Jahr recht zufrieden sein.

Horb. Freitag- und Samstagabend verwandelten sie zusammen mit dem Team vom Subiaco-Open-Air-Kino Horbs gute Stube in einen riesigen Kinosaal. Stiftskirche und Rathaus bildeten den Rahmen für ein Freizeiterlebnis, das von langer Hand geplant war und das es in dieser professionellen Form in Horb bisher nur selten gab.

Ewald Loschko, der Vorsitzende vom soziokulturellen Projekt Zukunft, war am Freitag, schon kurz vor dem Start zur heiter melancholischen Komödie "Der Junge muss an die frische Luft" beim Blick über den voll besetzten Marktplatz-Kinosaal deshalb auch recht tiefenentspannt.

Kurzentschlossene hatten schlechte Karten

Einige Kurzentschlossene, die kurz vor 21 Uhr noch ins Kino wollten, mussten unverrichteter Dinge wieder gehen, denn Plätze gab es, wenn überhaupt, nur noch vereinzelt und sicher nicht in bester Sitz- und Sichtposition auf die große Leinwand.

Die Horber und ihre Besucher aus der näheren Umgebung scheinen geradezu nach so einem Kinoerlebnis unterm Sternenhimmel zu lechzen. Zumal an beiden Tagen auch das Wetter mitspielte und zwei laue Sommernächte irgendwie zum Weggehen einluden.

Die "Profis" unter den Besuchern schleppten Decken und Kissen ins Freiluftkino, und man konnte beim ein oder anderen beobachten, dass er, wenn’s möglich gewesen wäre, am liebsten auch noch seinen Fernsehsessel auf den Marktplatz mitgebracht hätte. Solch bequeme Sitzmöbel gab es zwar keine, doch waren die Gäste mit jeder Bank, jedem Stuhl oder jedem Mauervorsprung zufrieden und freuten sich auf einen schönen Abend. Sie genossen das Flair und die Atmosphäre, die es als kostenlose Dreingabe auf einen tollen Kinoabend dazugab.

Zwei besonders interessante Filme hatten die Verantwortlichen um Sigi Schulze, die beim PZ für die cinematischen Belange zuständig ist, ausgesucht. Am Freitag lief der Film "Der Junge muss an die frische Luft", der von der Kindheit des Komödianten Hape Kerkeling erzählt und am Samstag lockte der Streifen "Die Goldfische" die Besucher ins Horber Open-Air-Kino.

Bei der Story von den "Goldfischen" handelt es sich nicht, wie der Namen vermuten lässt, um einen Tierfilm, sondern um eine chaotische Behinderten-WG, die gemeinsam mehr als eine Million Euro in die Schweiz schmuggeln möchte. Was passiert, wenn eine blinde Fahrerin den Bus der WG steuert oder der Autist Rainman das Geld entdeckt, darüber durften die Kinogänger mehr als nur schmunzeln. "Die Goldfische" ist ein charmanter Plot, der die Besucher in Horbs Superkino lockte.

Und gerade für die Leute, die schon lange in keinem Kino mehr waren, bot das ganze Drumherum ein echtes Aha-Erlebnis. Da flimmerte erst einmal Werbung über die Großleinwand, das Tageslicht verabschiedete sich so, als würde jemand am großen Dimmer-Schalter drehen und bevor man sich dann ganz entspannt mit frischem Popcorn aus großen Tüten dem Hauptfilm widmen konnte, lief, wie im echten Kino, ein Vorfilm.

Wenn auch noch die Frau mit dem gut gefüllten Bauchladen, die früher in den Kinos Eiskonfekt und Limo verkaufte, durch die Stuhlreihen marschiert wäre, es hätte sich wahrscheinlich niemand darüber gewundert. Großes Kino pur im beschaulichen Horb. Prima.

Dass hinter der ganzen Geschichte eine logistische Meisterleistung der Macher vom PZ und Subiaco steckt, die zudem mit großer Risikobereitschaft einherging, davon bekamen die begeisterten Besucher zwar nichts mit, doch die Mitarbeiter der Stadt, das Subiaco-Open-Air-Kino und die Macher vom Projekt Zukunft mussten ordentlich ranklotzen, um dieses Event zu stemmen.

Eine Arbeit, die sich mehr als gelohnt hat.

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