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Horb a. N. Geöffnetes Ruhewald-Grab gibt Rätsel auf

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Im Ruhewald bei Nordstetten löste ein offenes Urnengrab Irritationen aus. Foto: Schülke

Horb-Nordstetten - Ein seltsam anmutender Vorfall im Ruhewald bei Nordstetten beschäftigt Stadtverwaltung und Polizei. Offenbar hat ein Unbekannter ein erst vor Kurzem angelegtes Grab wieder ausgehoben.

Im Waldboden ein Loch, darin die unversehrte Urne mit der Asche des Verstorbenen. Um den Rand des Lochs liegen Sträußchen mit weißen Rosen. Alles sieht danach aus, als hätte hier soeben eine Trauerfeier stattgefunden.

Genau in diesem Zustand (siehe Foto) soll ein Unbekannter ein erst vor Kurzem angelegtes Grab im Ruhewald hinterlassen haben. Eine Person, die aus welchen Gründen auch immer ein frisches Grab wieder ausgehoben, vielleicht auch Blumensträußchen ablegt und dann den Ort des Geschehens verlassen haben soll. Laut Stadt hatten die Hinterbliebenen am Donnerstag vergangener Woche die Öffnung des Grabes ihres Angehörigen festgestellt.

Einen Zusammenhang mit dem seit Monaten schwelenden Ruhewald-Konflikt mit einem Teil der Grabpächter (wir berichteten) sieht Bürgermeister Ralph Zimmermann jedoch nicht, erklärte er auf Anfrage unserer Zeitung.

Kriminelle Motive unwahrscheinlich

Kriminelle Motive für die Öffnung des Grabes sind unwahrscheinlich. In dem Wald werden keine wertvollen Urnen mit Beigaben bestattet, denn laut Satzung sind nur biologisch abbaubare Urnen gestattet – "Raubgrabung" lohnt sich nicht.

Nach dem Vorfall hat die Stadtverwaltung an einigen Stellen im Ruhewald Hinweise auf den Zwischenfall angebracht; mögliche Zeugen wurden gebeten, Beobachtungen zu melden.

Auf dem Hinweisblatt stand unter anderem: "Nach Angaben des Bestattungsunternehmens wurde das Grab nach der Beisetzung ordnungsgemäß geschlossen und die Asche des/der Toten seiner/ihrer Ruhe übergeben. Aufgrund der Art und Weise, wie die Öffnung des Grabes erfolgte, muss davon ausgegangen werden, dass keine natürlichen Ereignisse (wie beispielsweise Tiere) für die Öffnung verantwortlich zu machen sind."

Eine Besucherin des Waldes berichtet unserer Zeitung jedoch, dass am vergangenen Freitag nach einer Beisetzung das Grab nicht gleich aufgefüllt wurde.

Was sie schildert, könnte des Rätsels Lösung sein: "Ich war an diesem Tag um 17 Uhr im Ruhewald und habe die Urnenstelle unverschlossen vorgefunden. Folglich war das Grab mindestens sechs Stunden offen, sodass bei dem einen oder anderen Besucher schon der Eindruck aufgekommen sein kann, dass das Grab nach der Beisetzung nochmals geöffnet worden ist."

Stadt zieht Überwachungskameras in Betracht

Die Frau sieht das Bestattungsunternehmen in der Pflicht: "Für mich gehört ein Grab aus Pietätsgründen und aus Achtung und Respekt vor dem Verstorbenen und seinen Angehörigen nach der Beisetzung verschlossen. Ein offenes Grab ist aus meiner Sicht nicht zulässig, da die Grabstelle in dieser Zeit auch unbeaufsichtigt ist." Doch wie die Stadt berichtet, hat sich der Bestatter nichts zuschulden kommen lassen.

Laut Bürgermeister Zimmermann gebe es inzwischen Überlegungen, in dem Ruhewald Überwachungskameras zu installieren. Er halte das aber aus Pietätsgründen für ein schwieriges Thema.

In anderen Kommunen gibt es bereits Videoüberwachung auf Friedhöfen, in einigen Berichten darüber ist von erfolgreicher Abschreckung die Rede.

Wer verdächtige Beobachtungen im Ruhewald gemacht hat, kann sich an die Stadt Horb, Telefon 07451/90 13 51, oder an die Polizei in Horb, 07451/9 60, wenden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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