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Horb a. N. "Bitte vorausschauend und langsam fahren"

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Sie bitten Autofahrer um besondere Vorsicht und Rücksicht auf Schüler, die sich ab nächster Woche an ihren neuen Schulweg gewöhnen müssen. Wolfgang Kronenbitter (links) und Karl Müller. Foto: Hopp Foto: Schwarzwälder-Bote

Horb (csc). Mit dem Schulbeginn sind ab nächster Woche wieder viele Erstklässler unterwegs – auf für sie noch ungewohnten und teils riskanten Wegen. Stadtverwaltung und Polizei wollen auch dieses Jahr für möglichst viel Sicherheit sorgen. Neu: Für Schüler und Eltern gibt es jetzt farbig markierte Karten.

"Tempo runter – Schule hat begonnen", mahnen Spannbänder auf den üblichen Schulwegen. Wolfgang Kronenbitter, Fachsbereichsleiter für Recht und Ordnung der Stadt Horb, rückt das Thema Verkehrssicherheit zum Schuljahresbericht Jahr für Jahr in den Mittelpunkt. "Es zeigt sich immer wieder, dass es notwendig ist, regelmäßig auf de Gefahren des Schulwegs hinzuweisen", so Kronenbitter. "Jährlich ereignen sich immer noch mehr als 600 Verkehrsunfälle auf dem Schulweg in Baden-Württemberg. Einerseits ist das Risiko für Kinder im Straßenverkehr zu verunglücken im bundesweiten Vergleich in Baden-Württemberg mit am geringsten. Andererseits ergibt sich angesichts dieser Zahl der Unfälle weiterhin ein besonderer Handlungsbedarf für alle Verantwortlichen der Schulwegsicherheit."

Vor allem die Kleinsten sind dabei oft Verursacher und Betroffene dieser Unfälle. Erst ab etwa acht Jahren haben Kinder ein Gefahrenbewusstsein. Sich in andere Verkehrsteilnehmer hineinversetzen und vorausschauend denken, können Kinder zwar schon ab zehn Jahren, Modellversuche zeigen jedoch, dass vor allem die tatsächliche Geschwindigkeit und der Bremsweg sogar von Kindern im Alter bis 13 Jahren regelmäßig unterschätzt werden.

Wolfgang Kronenbitter weiter: "Es ist die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder zu Hause so gut wie möglich auf den Schulweg vorzubereiten, sie für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren, aber vor allem selbst Vorbild zu sein. So sollten das Angurten, das Benutzen eines geeigneten Kindersitzes und das Warten vor einer roten Ampel für verantwortungsbewusste Eltern selbstverständlich sein. Denn wie sollen Schilder wie ›Bei Rot stehen – bei Grün gehen!‹ von Kindern beachtet werden, wenn nicht einmal deren größten Vorbilder, die Eltern, diese ernst nehmen?"

Viele Schulen in Horb, Empfingen und Eutingen haben im vergangenen Jahr Schulwegepläne erarbeitet, um den Kindern dadurch sichere Schulwege aufzuzeigen und sie über besondere Gefahren aufzuklären. Auf den Plänen sind die Wege farbig markiert. Eltern und Kinder können anhand dieser Pläne die Wege erkunden und Gefahrenstellen erkennen. Die Pläne gibt es bei den jeweiligen Schulen.

Auch die Behörden und die Polizei wollen durch verstärkte Verkehrskontrollen zur Sicherheit der Kinder beitragen. Neben zusätzlichen Geschwindigkeitsmessungen wird der Blick deshalb durch geeignete Kontrollen vor allem auch auf das Verhalten der Autofahrer an Querungsstellen, Bushaltestellen und generell entlang der Schulwege gerichtet sein. Im Umfeld von Schulen wird auch auf fehlerhaftes und unüberlegtes Parken und Halten geachtet, da gerade von solchen Sichthindernissen oft eine große Gefahr ausgeht.

Kronenbitter: "Nur durch die zusätzliche Aufmerksamkeit und Rücksicht jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers kann die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg effektiv erhöht werden. Dafür bedarf es auch nicht viel. Sich Fußgängerüberwegen mit angepasster Geschwindigkeit zu nähern, an Bussen, die mit blinkender Warnblinkanlage an Bushaltestellen stehen, nur mit Schrittgeschwindigkeit vorbeizufahren und generell die vorgeschriebene Geschwindigkeit einzuhalten, reicht schon aus, um zur Sicherheit der Kinder beizutragen und ist für einen verantwortungsbewussten Autofahrer ohnehin selbstverständlich. Der Anhalteweg verkürzt sich von 28 Meter bei Tempo 50 auf ganze 13 Meter bei Tempo 30. Mit etwas reduzierter Geschwindigkeit können Leben und Gesundheit der Kinder geschützt werden", so Kronenbitter. "Dieser Appell richtet sich auch an Eltern, die ihre Kinder mit dem Fahrzeug bis zur Schule bringen. Geben Sie sich und ihren Kindern morgens ausreichend Zeit für den Weg zur Schule, der Sicherheit zuliebe."

Auch die Kreisverkehrswacht trägt mit Verkehrserziehungs-Aktionen zur Sicherheit der Schüler bei. Geschäftsführer Karl Müller: "Wir machen kreisweit Fußgängertraining mit Vorschulkindern. An den Schulen, wo die Verkehrssituation besonders gefährlich ist, organisieren wir ein spezielles Training." Für die Grundschüler gibt es zudem ein Fahrradtraining, und in Kooperation mit Verkehrsbetrieben ein Bus-Training.

Kostenlose Broschüren mit weiteren Hinweisen für einen sicheren Schulweg können bei der Verkehrsbehörde der Stadt Horb abgeholt werden.

u Kindersicherung

Besonders wird die Gefahr für Kinder als Mitfahrer in Kraftfahrzeugen auch von Eltern unterschätzt. Bei einem Aufprall mit Tempo 50 "wiegt" jeder Insasse kurzzeitig das 30-fache seines Körpergewichts. Ohne passenden Kindersitz haben Kinder ein siebenfach höheres Risiko tödlicher oder schwerster Unfallverletzungen. Die korrekte Sicherung im Kindersitz oder mit Sitzkissen – auch auf kurzen Strecken – ist deshalb ein absolutes Muss.

u Fahrbahnüberquerung

Das Überqueren der Fahrbahn ist für Kinder besonders gefahrenträchtig. Der Vorgang an sich stellt bereits hohe Anforderungen an die Aufmerksamkeit und Koordinationsleistung der Kinder. Verstärkt wird dies, wenn der Sichtkontakt zwischen Autofahrern und querenden Kindern gestört ist. Zwischen beiderseits der Straße parkenden Fahrzeugen sind Kinder aufgrund ihrer geringen Körpergröße in ihrem Sichtfeld eingeschränkt und werden zudem von anderen Verkehrsteilnehmern leicht übersehen.

Verbotswidriges Parken auf Geh- und Radwegen, an Kreuzungen, Bushaltestellen oder an Fußgängerüberwegen ist auch daher verstärkt zu kontrollieren. Grundsätzlich gilt, dass es für Kinder am sichersten ist, die Fahrbahn auf Fußgängerüberwegen und an ampelgeregelten Furten sowie an Mittelinseln zu überqueren. Wenn solche Querungshilfen fehlen, wird empfohlen, nahe an Kreuzungen oder Einmündungen zu überqueren und dabei den in Schulwegplänen empfohlenen Wegen zu folgen.

u Schulwegpläne

Schulwegpläne (siehe Text oben) ersetzen nicht die Einübung des Schulweges durch die Eltern mit den Kindern. Und sie entlassen sie auch nicht aus ihrer Verantwortung für ihr Kind und für das gefahrlose Zurücklegen des Schulweges.

 
 

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