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Horb a. N. Autohaus sorgt dafür, dass Ärzte und Pflegedienste mobil bleiben

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Einen Sonderservice für Leute an der vordersten Front der Coronakrise bietet das Autohaus Daub.Fotos: Morlok Foto: Schwarzwälder Bote

Horb. Solidarität in schweren Zeiten, das sollte mehr sein als nur ein Lippenbekenntnis. Solidarität, das heißt handeln, Ideen entwickeln, wie man helfen kann. Ideen, die vielleicht einen Stein ins Rollen bringen, der eine Lawine der Mitmenschlichkeit auslöst: Für den Horber Unternehmer Andreas Daub, Inhaber und Geschäftsführer des gleichnamigen Autohauses auf dem Horber Hohenberg, stand relativ schnell fest, dass auch er einen Beitrag in Zeiten der Corona-Krise leisten möchte.

"Am Sonntagabend kam mir die Idee, wie ich mich bei allen Ärzten, Krankenschwestern, Pflegediensten und dergleichen, die trotz der Pandemie ihren Dienst hier in der Raumschaft für die Allgemeinheit tun, bedanken kann" sagte er in einem Telefonat mit unserer Zeitung.

"Wir bieten dieser Gruppe an, dass sie ihre Autos (auch die Privatwagen) bei uns zu Sonderkonditionen reparieren und warten lassen können", so Daub weiter, der hervorhob, dass die Arbeitszeit gar nicht berechnet wird und Teile und Verbrauchsstoffe zum Einkaufspreis weitergegeben werden. "Ich und mein Team möchten damit einen Beitrag leisten, damit diese Berufsgruppe sicher an ihr Ziel und zu den Betroffenen kommt."

"Für mich ist es mit Sicherheit ein Drauflegegeschäft, doch ich bin der Ansicht, dass jeder Unternehmer seinen Beitrag, soweit es ihm möglich ist, leisten sollte, damit wir die Krise gemeinsam bewältigen", so die Basis des Horber Unternehmers.

Von der Idee bis zur Umsetzung war es nur noch ein kleiner Schritt. Was am Sonntagabend "als gedanklicher Schnellschuss aus der Hüfte heraus" geboren wurde, stand am späten Montagnachmittag auf der Facebook-Seite des Autohauses.

Da diese Aktion mehr als ungewöhnlich ist, war und ist natürlich auch das Interesse und die damit verbundene Resonanz groß.

"Der Beitrag wurde seither schon knapp 311 mal geteilt, hat über 36 800 Personen erreicht und wurde von Menschen aus ganz Deutschland geliked", so der Stand gestern um die Mittagszeit.

Mirjana G. schrieb auf der Facebook-Seite zur Aktion: "Mein Respekt! Ich bin Hebamme im Kreiskrankenhaus Freudenstadt. Vielen Dank für Ihr Zeichen der Wertschätzung!!!" Doris S. postete: "Mega! Ihr seid toll!" Eine leise Kritik äußerte Manu Ela Rockt, die schrieb: "Tolle Aktion. Aber, leider werden wieder vergessen: Verkäuferinnen/Verkäufer, Postboten, Müllabfuhr. Wobei ich jetzt sicher auch noch einige Vergessen habe. Auch diese Engel verdienen unseren Dank und unseren Respekt!"

Das Autohaus Daub antwortete darauf: "Selbstverständlich haben wir die von Ihnen genannten Berufsgruppen bei unseren Überlegungen nicht vergessen, die allesamt einen tollen und unverzichtbaren Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Situation leisten. Jedoch sind unsere Kapazitäten eben begrenzt, sodass wir uns mit dieser Aktion auf Berufsgruppen beschränken mussten, die in der Corona-Krise sozusagen an "vorderster Front" aktiv sind. Bitte haben Sie hierfür Verständnis. Dem fügt Daub noch an: "Zu den von Ihnen erwähnten ›Engeln‹ sind definitiv auch unsere Mitarbeiter der Werkstatt zu zählen."

Aktuell haben schon sechs Personen das Angebot genutzt, und Andreas Daub verspricht, dass man diese Aktion, die mehr als nur Vorbildcharakter hat, noch mindestens bis 3. April weiterführen wird.

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