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Horb a. N. Achtzehn, zwanzig, zwei, null, vier, passe

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Ho rb/Sulz. Wenn Magda der Heide beim Reizen in die Suppe spuckt, so seltsame Ansagen wie achtzehn, zwanzig, zwei, null, vier, passe, Kontra, Re über den Tisch fliegen, der "Alte" nicht aus einer Krimiserie stammt oder zu H ause auf dem Sofa sitzt und die Akteurinnen zudem noch von 120 Augen angeschaut werden, dann ist man nicht im falschen Film gelandet, sondern sitzt in einer normalen Skatrunde.

Skat ist in der Männerwelt, selbst im Binokel-Land Baden-Württemberg sehr beliebt und verbreitet – Skat spielende Frauen findet man hierzulande eher selten. Dies möchte die gebürtige Thüringerin Sylvia Lippmann, die in Horb lebt, zumindest für Sulz und Umgebung die Region und bietet deshalb am 23. September im Haus der Begegnung in der Kanalstraße 12 in Sulz einen Skatkurs nur für Frauen an. Los geht der Kurs um 19.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos und der Veranstalter Michael Widmann von der Diakonische Bezirksstelle Sulz, der seit einigen Wochen auch das Haus der Begegnung leitet, würde sich über eine rege Beteiligung aus der Damenwelt freuen.

Mit der Altenburger Skat-Expertin konnte er eine der profiliertesten Referentin in Baden-Württemberg gewinnen, die spezielle Frauenskat-Kurse gibt. Auf die Idee kam sie, als sie auf der Suche nach Spielpartnerinnen in Horb keine Damen fand, die das Reizen mit Bube, Ass und König beherrschten. Für sie unverständlich, denn als Thüringerin hat sie das Spiel quasi mit der Muttermilch aufgenommen.

Das Spiel wurde um 1820 in der "Skatstadt" Altenburg (Thüringen) aus dem Kartenspiel Schafkopf entwickelt und wird dort überall gespielt. Natürlich auch von Frauen, was schon im nahen Berlin – wo sie 20 Jahre lang lebte – nicht mehr so ganz selbstverständlich ist, wie sie im persönlichen Gespräch erzählte. "Da sitzen wir gemütlichen mit der Damen-Skat-Runde im "Mommsen-Eck" und dreschen einen gepflegten Skat, da kommt ein älterer Herr auf uns zu und kann es gar nicht fassen, dass vier junge Damen in einer Kneipe Skat spielen", schmunzelt sie noch heute über diese Begegnung.

Für sie ist Skat nicht das Spiel der alten Männer am Stammtisch, sondern eine Möglichkeit, sich gesellig zu treffen und gleichzeitig etwas für die vielen grauen Zellen zu tun. "Skat ist nämlich auch ein Denksport", betont sie.

Auch als Gedächtnistraining sehen es die Frauen, jedoch steht der "Spaß an der Freud" im Mittelpunkt. "Mit Prosecco, Pralinen und hysterischen Gekicher hat das aber auf keinen Fall zu tun" dämpft die Referentin alle aufkommenden Vorurteile.

Im Gegenteil. Und die Herren an den Stammtischen in und um Sulz und Horb sollten sich schon mal warm anziehen, denn die Frauen-Skat-Power ist im Anmarsch.

Weitere Infos: Anmeldungen zu diesem besonderen Angebot unter Diakonie "Haus der Begegnung" bei Michael Widmann (Michael.Widmann2@ elkw.de oder Telefon: 07454 406574)..

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