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Höfen "Müssen lernen, dass nicht Nähe, sondern Abstand Fürsorge bedeutet"

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Die Corona-Krise bedeutet auch für die Schneeberger GmbH eine große Herausforderung.Foto: Gegenheimer Foto: Schwarzwälder Bote

Höfen. Die Schneeberger GmbH ist mit knapp 360 Mitarbeitern am Standort Höfen einer der größten Arbeitgeber im Oberen Enztal. Mitarbeiter so gut wie möglich zu schützen und zugleich die Produktion aufrechtzuerhalten, ist die große Herausforderung in Zeiten von Corona.

"Aber wir müssen da durch", sagt Personalleiter Michael Werner klipp und klar. Dass die Krise wirtschaftlich nicht spurlos am Unternehmen vorbeigehen wird, ist Werner klar: "Die Kurzarbeit, in der wir teilweise schon vorher waren, verschärft sich. Wir sind zwar nicht auf Teile aus Fernost angewiesen, aber wir sind ein exportorientiertes Unternehmen." Kunden brechen weg.

Am Standort Höfen sei das Gebot der Stunde, in den Büros die Zahl der Mitarbeiter auszudünnen. "Das wird dezentral in den einzelnen Abteilungen geregelt. Etliche sind im Homeoffice, was bei uns bisher nicht so üblich war." In der Produktion heiße es derzeit: "Alle Türen auf und Abstand halten." Hierzu werde auch Mehrmaschinenbedienung durch einen Mitarbeiter genutzt. Es gebe Schichtübergaben nur noch per Flipchart. Die Pausenzeiten würden entzerrt, alles getan, was ein Zusammentreffen größerer Zahlen von Mitarbeitern vermeide. So würden interne Besprechungen auf ein Mindestmaß reduziert, mehr als fünf Teilnehmer gebe es grundsätzlich nicht: "Dann über Telefon oder Skype".

Eigenverantwortung nötig

"Jeden Tag gehen zwei unserer Auszubildenden mehrmals durch die gesamten Räumlichkeiten", berichtet der Personalchef weiter, "und desinfizieren sämtliche Türklinken. Auch am Empfang gibt es Abstandsstreifen und Desinfektionsmittelflaschen." Selbstverständlich sei in solchen Zeiten auch Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter gefragt, so Werner, "denn wer außerhalb des Betriebes was tut, das können wir natürlich nicht kontrollieren." Eins ist für den Personalleiter indes sicher: "Corona wird nicht nur die Wirtschaft, sondern das Bewusstsein der Menschen verändern. Momentan müssen wir lernen, dass nicht Nähe, sondern Abstand Fürsorge bedeutet. Und im Weiteren, dass es wichtig ist, aufeinander achtzugeben."

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