Die Kegelbahnen im Untergeschoss des Unterkirnacher Sportlertreffs waren bis zum Kegelstellautomaten unterspült Günter Henninger(links)und Peter Albiker bauen die Schränke aus. Sie müssen viel ausräumen und trocknen lassen. Foto: Schimkat

Die Kegelbahn-Anlage im Untergeschoss des Unterkirnacher Sportlertreffs hat der Dauerregen und die Schneeschmelze Anfang Februar hart getroffen: Das Wasser lief von der Außentreppe (Notausgang) in die unteren Räume, setzte die Toilettenräume, den Raum für die Kegler und alle vier Bahnen total unter Wasser.

Unterkirnach - Vor Ende Juli wird das Kegeln höchst­wahrscheinlich nicht möglich sein. Artur Makowe, der Mann mit den Schlüsseln für alle öffentlichen Gebäude, erläuterte am Montag in einem Pressegespräch, wie hoch der Schaden wirklich ist.

"Als am 4. Februar das Wasser hier unten entdeckt wurde, dachten wir noch, dass die Kegelbahnen verschont geblieben waren", erklärte er. Man sah es ihnen nicht an, wieviel Wasser darunter bis zum Ende der Bahnen durchgelaufen war, doch der Gutachter nahm ihnen alle Illusionen eines kleinen Schadens. "Der Gesamtschaden beläuft sich auf 70.000 bis 80.000 Euro, den zum Glück die Versicherung übernimmt", zeigt sich Makowe erleichtert. Die drei Vereine, FC Alemannia, Kegelfreunde und Kegelclub Rotweiß, die zum Sportlertreff gehören, legen selbstverständlich mit Hand an bei den Ausräum- und Sanierungsarbeiten, immer abwechselnd und mit Abstand, so wie es die Corona Auflagen verlangen.

Eletrik nicht betroffen

Schränke im Kegelbereich, bei denen man sich an Tischen niederlassen kann, werden ausgeräumt und von einer Firma neu eingebaut. Der rote Bereich, das sind die roten Fliesen vor den Bahnen, dürfte in zwei Wochen trocken sein, so Makowe. Bei den Kegelbahnen sehe es anders aus, da werde die Trocknungsarbeit bis Ende Mai dauern, dann könne wieder aufgebaut werden., fährt er fort. Das Wasser sei unter den Bahnen bis zu den Kegelstell­automaten gelaufen, die von der Firma Bär aus Önsbach ausgebaut wurden. Zum Glück sei die gesamte Elektrik in rund 1,80 Metern Höhe angebracht worden, sonst wäre der Schaden noch höher, stellt Makowe fest.

Die Bahnen haben es in sich, vielmehr unter sich: "Ganz unten liegen Betonplatten, darüber liegt Mineralwolle, darüber wieder Betonplatten, darüber die Anlauffläche für die Kegler, die zweite Lage mit Betonplatten dient dem Schallschutz, damit die Gäste über der Anlage im Schlossbergstüble gemütlich speisen können", erläutert Makowe. Überall liegen Schläuche, die in Löchern im Boden verschwinden. Sie würden die Feuchtigkeit aus den unteren Schichten heraussaugen, erläutert er.

Und sollte alles trocken sein, komme der Wiederaufbau, das ginge auch nicht von heute auf morgen, betont Makowe und schließt: "Hier kommt uns Corona ausnahmsweise zugute, denn es darf ja sowieso kein Sportbetrieb stattfinden."

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