Auch am Zollernwehr ist der niedrige Wasserstand der Eyach zu sehen. Foto: Hauser

Landauf, landab leiden die Kommunen unter der Hitze und Dürre. In Balingen ist das nicht anders, wo über Alternativen der Wasserversorgung nachgedacht wird und die Fische genau im Auge behalten werden.

Balingen - "Die Hitze und die Dürre macht uns natürlich auch in Balingen zu schaffen", hält OB Helmut Reitemann fest und macht es zum einen am Pegelstand in der Eyach fest. Dieser betrage inzwischen gerade noch 18 Zentimeter.

 

Zum anderen litten die Pflanzungen und die Bäume unter der Hitze und der Trockenheit. "Die Gießaktionen, die wir durch den Bauhof durchführen, dienen lediglich der Lebenserhaltung der Stadtbäume und sind den Wasser- und Arbeitskapazitäten angepasst", so Reitemann.

Geklärtes Wasser fürs Gießen

"Allerdings beabsichtigen wir, gereinigtes Wasser aus der Kläranlage, das üblicherweise in die Eyach abgegeben wird, für Gießaktionen zu verwenden", kündigt Reitemann weitere Maßnahmen an. Derzeit erfolge die Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Die Arbeiten für die Gartenschau liefen derzeit planmäßig weiter. Allerdings würden Neupflanzungen, soweit möglich, in den Spätherbst verschoben.

Der Oberbürgermeister betont: "Derzeit haben wir genügend Wasser." Die Stadt Balingen werde über fünf Zweckwasserverbände versorgt, unter anderem über die Bodenseewasserversorgung und über die Hohenberggruppe. Bislang sei es insbesondere bei diesen beiden Wasserlieferanten noch zu keinen Lieferengpässen gekommen.

Kontakt zum Wasseramt

Die Verhältnisse an der Eyach, insbesondere die Situation der Fische im Tosbecken, werde regelmäßig beobachtet, sagt Reitemann weiter. Mitte Juli habe eine Wartung am Zollernwehr stattgefunden. Hierzu musste das angestaute Wasser abgelassen werden.

Wegen des Niedrigwassers kann das Wehr derzeit nicht aufgestaut werden. Eine Überflutung der Wehrklappen würde das Wasser bei diesem niedrigen Stand zu sehr eintrüben, was für die Fische dann mangels Sauerstoff zu gefährlich wäre. "Wir sind diesbezüglich mit dem Wasseramt in Kontakt und stimmen uns ab", so Reitemann.