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Heiko Volz "Wir setzen noch mehr auf Wortwitz"

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Hatte das auch Auswirkungen auf Äffle und Pferdle persönlich?
Natürlich. Ohne Fernsehen hatten wir kein bewegtes Bild und keinen Ton mehr. Dadurch verschob sich der Schwerpunkt stärker auf den Text.

Auch sonst änderte sich viel. Statt mit der Schwäb'schen Eisenbahn reisten die beiden plötzlich auch auf dem Segway oder surften vor dem Flachbildschirm.
Äffle und Pferdle waren schon vorher immer mit der Zeit gegangen. Neu ist, dass wir noch mehr auf den Wortwitz setzen.

Dennoch dominieren auf You Tube die alten Spots. Der Hafer- und Bananenblues wurde 1,5 Millionen Mal angeklickt. Können Sie Armin Lang nicht den Hafersack reichen?
Der Hafer- und Bananenblues ist nicht zu schlagen. Immerhin stand er 1976 sogar in den deutschen Charts.

Wie schaut Ihre Erfolgsbilanz aus?
Auf meiner Facebook-Fanseite (www.facebook.com/aeffleundpferdle), die es seit anderthalb Jahren gibt, sind 28000 Freunde registriert, mit stark steigender Tendenz. Für die gibt es jeden Tag einen neuen Dialog. Der wird bis zu 80.000-mal gelesen und bis zu 400-mal kommentiert.

Wer klickt da rein? Registrieren sich inzwischen auch ältere Pferdle- und Äffle-Fans?
Die Hälfte unserer Fans auf Facebook sind zwischen 18 und 44 Jahren. Aber ich bin sicher, dass viele Älteren ihren Enkeln gern über die Schulter schauen.

Gibt es von Ihnen neue Geschichten und Dialoge, über die Armin Lang senior herzlich gelacht hätte?
Das hoffe ich doch. Dieser Dialog hätte bestimmt Chancen: Das Äffle liegt krank im Bett. Hasch du was?, fragt das Pferdle besorgt. Noi... Fehla tut mir was!

Früher waren Äffle und Pferdle Pausenfüller zwischen den Werbeblocks. Heute machen die beiden selbst Werbung. Ist das die Zukunft?
Die Zukunft liegt in eigenen Geschichten. Sei es im Internet, Print oder Fernsehen. Dies muss natürlich auch finanziert sein. Da helfen Partnerschaften wie mit dem Mineralwasserabfüller Silberbrunnen.

Es muss ja nicht immer Sprudel sein. Mal ehrlich, Sie träumen doch von Sekt statt Selters?
Es gibt natürlich Pläne für einen Äffle-und-Pferdle-Film fürs Fernsehen oder fürs Kino. Aber das schaffen wir finanziell derzeit nicht. Da bräuchten wir einen Auftraggeber, der Geld mitbringt, einen Sender oder eine Produktionsfirma.

Wagen Sie dennoch einen Blick in die Zukunft von Ihnen und vom Äffle und Pferdle?
An die Zukunft denke ich nicht. Sie gibt es nicht. Immer nur ein Heute. Das Pferdle würde sagen: Warum sagsch du eigentlich net "Guta Morge" heut? Darauf das Äffle: Weil morga erschd morga isch ond koi Mensch "Gut Heut" sagt!

Unter dem Titel "Das isch, was man haben muuß!" ist beim Esslinger Verlag ein neues Buch von Äffle und Pferdle erschienen. ISBN978-3-480-22927-7.

 
 

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