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Hechingen Zimmerner Tierfilmer bei SWR-Landesschau

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Schnappschüsse von exotischen Tieren machten die Tierfilmer aus Zimmern zuhauf bei ihrem Aufenthalt in Namibia. Foto: Keck

Hechingen/Bisingen-Zimmern - Diese Woche waren die beiden Tierfilmer Clemens Keck (21) aus Hechingen und Clemens Weißhaar aus Zimmern (20) zu Gast bei der SWR-Landesschau. Dabei berichteten sich über ihre Reise nach Namibia. "Der Film ist unser Meisterstück", verkünden sie stolz.

Ein halbes Jahr, von Oktober 2019 bis März 2020, verbrachten sie dort. Ziel der Reise war, ein Dokumentarfilm über Tiere zu drehen.

Lebenslange Faszination für Tiere

Keck filmt Tiere schon seit er zwölf Jahre alt ist. Nach dem der 21-jährige Keck die ersten eigenen Filme gedreht hatte, ließen Preise nicht lange auf sich warten. Nach dem Abitur machte er ein einjähriges Praktikum beim Naturfilm-Produzenten Nautilusfilm.

Nun kam Clemens Weißhaar aus Zimmern ins Spiel, den er vor fünf Jahren kennengelernt hat. "Sobald ich mit den Abitur fertig bin, machen wir gemeinsam etwas", dachte Weißhaar sich damals. Gesagt, getan. Die erste Idee war, mit dem Auto von Hechingen nach Namibia zu fahren. Schon bald haben beide gemerkt, dass dies problematisch ist. Sie tüftelten einen genauen Plan aus. Weißhaar war davor schon in Südafrika und zeigte Keck Bilder davon. Fünf Impfungen erhielten die beiden, bevor der elfstündige Flug auf den anderen Kontinent anstand.

Eine Woche vorher begannen sie zu packen, an der Bekleidung wurde gespart. Ein Paar Schuhe und lange luftige Kleidung, schließlich erwartete die beiden jungen Männer, 38 Grad Hitze in Namibia und Botswana. Es galt, das ganze Equipment mitzunehmen und dabei an alles zu denken, Sprich Drohne, Speicherkarten und diverse Objektive, um nur drei Beispiele zu nennen. Und natürlich auch Medikamente, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Vor Ort wurden dann Dinge wie Schaufel, Axt, Stromaggregat erworben. Und ganz wichtig: Ein Auto. Empfangen wurde sie in Namibia von Florian Schott. "Durch das Filmfestival kamen wir mit ihm in Kontakt. Ich habe selten so eine nette Person kennengelernt", berichtet Keck.

Tolle Bilder bei Sonnenaufgang

Mit einem Alten Landrover machten sie sich auf den Weg. Die erste Etappe führte durch eine Savanne. "Wir waren immer unter Stress und am Limit. Es war kein Zuckerschlecken", so Keck. Sie schliefen in zwei Zelten, um 5 Uhr standen beide auf, schließlich bietet der Sonnenaufgang das perfekte Licht. Waren die Bilder im Kasten, galt es, diese zu übertragen, indem die Videos doppelt gesichert wurden. Die Akkus wurden geladen, die Kamera vom Wüstenstaub befreit. Erst dann wurde gefrühstückt, wobei es morgens wie abends Nudeln und Tomatensoße gab.

Gefilmt wurde unter anderem von ihrem Rover aus ein Löwenrudel. "Es war sehr viel Geduld gefragt und man musste sich ruhig verhalten", erinnert sich Weißhaar. "Das Adrenalin war hoch", ergänzt Keck. Man habe Respekt vor den Tieren gehabt, aber keine Angst. "Es gab nicht einmal eine gefährliche Situation", betont Weißhaar. Wenn ihnen Tiere näher kann, düsten sie mit ihrem Auto schnell weg. Apropos Auto. Das erste ging kaputt, auch das zweite gab vorübergehend seinen Geist auf. "Einmal fiel während der Fahrt die Dachverkleidung runter. Mit Kabelbinder habe wir es befestigt", muss Weißhaar schmunzeln. "Dann haben wir uns gegenseitig motiviert, schließlich wollten wir den Film fertig machen." Auf einem Schrottplatz kamen sie mit einem Einheimischen ins Gespräch, der das Auto wieder zum Laufen brachte. "Aus Deutschland sind wir Perfektion gewohnt. In Namibia mussten wir uns selbst um das Überleben kümmern", gibt Weißhaar zu bedenken.

Das halbe Jahr verging wie im Flug, in der Heimat mitten im Corona-Shutdown angekommen ging es an das Schneiden des Videomaterials und auf die Suche nach einer professionellen Filmsprecherin, die in der Münchnerin Beate Pfeiffer gefunden wurde. "Mit den Endergebnis sind wir zufrieden", sagt Weißhaar. "Von der Natur war ich schwer beeindruckt", schwärmt Keck vom Afrika-Trip noch heute.

Und wie geht es nun weiter? Beide wollen nun ihre gemeinsame Firma aufbauen – die Animalia GbR –, sichern sich aber mit einem Studium ab. Keck studiert Medienwissenschaften an der Hochschule in Stuttgart und wohnt deshalb seit drei Monaten in Nürtingen, während Weißhaar sich International Business spezialisiert und das entsprechende Handwerk für ein erfolgreiches Unternehmen zu lernen.

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