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Hechingen Weniger Konflikte und Streitereien

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Das Team der Schulsozialarbeit (oben von links): Katja Heinzelmann, Conny Schneider, Verena Barth, Yasemin Tireux, Silke Schmocker sowie (unten von links) Tatjana Strobel, Cristina Mammato, Manuela Börger, Jennifer BuccarelloFoto: Privat Foto: Schwarzwälder Bote

Das grassierende Corona-Virus hat auch die Arbeit der Jugendhilfe-Einrichtung des Haus Nazareths verändert. Die Lage hat sich zwischenzeitlich zumindest etwas normalisiert. Und es gibt auch Hygiene-Vorschriften, die sich positiv auswirken.

Hechingen. Von den Schulschließungen ab Mitte März waren besonders die Schulsozialarbeit, die Migrationsarbeit sowie ihre ergänzenden Betreuungsangebote an allen Hechinger Schulen betroffen.

In einer Pressemitteilung blickt das Haus Nazareth am zu Ende gegangenen Schuljahr zurück auf diese Zeit zurück und zieht Resümee:

  Neue Kontaktwege Für die Schulsozialarbeiter war schnell klar, es müssen neue Wege gefunden werden, um mit den Schülern in Kontakt zu bleiben. Telefonisch und über E-Mail – später dann auch über Video-Chat in Online-Tools – wurde mit den Schülern und Eltern kommuniziert, um diese – in dieser für manche doch kritischen Zeit- zu begleiten.

Zudem richtete das Haus Nazareth übergangsweise eine Notfalltelefonsprechstunde für Eltern und Schüler ein. Nach den ersten Lockerungen konnten dann wieder persönliche Kontakte vor Ort stattfinden, zum Beispiel bei einem gemeinsamen Spaziergang. Darüber hinaus wurden verschiedene Aktionen angeboten, wie beispielsweise ein Frühlingsbilder-Wettbewerb.

Mittlerweile sind die Schulsozialarbeiter froh, dass Beratungstermine und Klassenprojekte unter Einhaltung der Hygiene-Regeln wieder direkt an der Schule stattfinden können. So konnte zum Beispiel das Projekt "Zukunftspläne" zum gelingenden Übergang der Grundschüler auf die weiterführenden Schulen schnell wieder aufgenommen werden konnte.

  Struktur vermisst "In vielen Pausenhofgesprächen wird schnell klar, dass fast alle Kinder und Jugendlichen die Schule, ihre Freunde und ihre gewohnte Tagesstruktur doch sehr vermisst haben", stellt Standortleiterin Cristina Mammato fest, verweist aber auch auf positive Corona-Effekte: "Derzeit fällt auf den Schulhöfen auf, dass durch versetzte Pausenzeiten und feste Gruppen eine entspanntere Atmosphäre herrscht und insgesamt weniger Konflikte und Streitigkeiten entstehen."

  Nachholbedarf Nach monatelanger Notbetreuung an den Grundschulen (anfangs mit fünf Kindern, am Ende waren es 65) und an der Werkrealschule, startete nach den Pfingstferien zusätzlich der Ganztagesbetrieb an der Grundschule sowie das Angebot der Verlässlichen Grundschule an den Außenstandorten für Präsenzschüler. Mit der Öffnung der Grundschulen konnten alle restlichen Betreuungsangebote an der Grundschule für alle Schüler wieder aufgenommen werden. "Richtig schön, wenn man die Begeisterung der Kinder sieht, sicher ist ein gewisser Nachholbedarf vorhanden", so Conny Schneider von der Verlässlichen Grundschule.

  Sommerferien-Programm Mittlerweile steht fest, dass das Haus Nazareth auch in den letzten beiden Wochen der Sommerferien ein coronagerechtes Programm für die Grundschüler anbieten kann. Unter dem Motto "Sommerwerkstatt" wird die Ferienbetreuung in immer gleichbleibenden Kleingruppen verschiedene Workshops anbieten, zum Beispiel Insektenhotel-Bauen, Waldbaden oder Kurse zur Specksteinkunst.

  Persönliche Beratungen Auch die Migrationsarbeit in Hechingen kann nun wieder persönliche Beratungen anbieten. Während der vergangenen Monate wurden viele Familien mit Hausbesuchen unterstützt. "Aufgrund sprachlicher Defizite und einer oftmals nicht ausreichenden technischen Ausstattung in den Haushalten der Klienten, war es in den Hochzeiten der Pandemie extrem wichtig, meine Klienten persönlich zu informieren und zu unterstützten", sagt Sozialarbeiterin Tatjana Strobel.

  Betreuung wird angeboten Mit Zuversicht schaut das Hechinger Team des Haus Nazareths auf das bevorstehende Schuljahr, in welchem auch die Bildungs- und Betreuungsangebote im Rahmen des Ganztages an der Realschule und Werkrealschule wieder aufgenommen werden sollen.

"Selbstverständlich haben wir alle aktuellen Verordnungen der Landesregierung im Blick und passen uns an, wir alle hoffen aber, dass wir uns der ›Normalität‹ wieder Stück für Stück annähern", so Cristina Mammato. Alle Angebote des Haus Nazareths werden in dieser Zeit kontinuierlich mit der Stadt Hechingen und allen beteiligten Schulen abgestimmt.

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