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Hechingen Viele Bäume sind in schlechtem Zustand

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Die Pflanzung eines Streuobstbaumes markierte den Auftakt zu einer großen Nachpflanzungs-Aktion im November. Foto: Maute Foto: Schwarzwälder-Bote

"Mein Freund, der Baum" so lautet der Titel eines Liedes, dessen traurige Botschaft zeitlos ist. Viele Obstbäume sind heute massiv bedroht. Ein Streuobst-Tag im Gewann Breite bildete am Samstag den Auftakt zu einer Rettungsaktion.

Hechingen. Weitläufig ist sie, die Grünfläche zwischen Weiherschule und Tennisanlage. Und übersät mit zahlreichen Obstbäumen. Wie schön es insbesondere im Frühjahr hier sein muss, wenn die Bäume in voller Blüte stehen, kann man sich gut vorstellen. Doch die Idylle trügt. Wer den Blick über die Wiese schweifen lässt, erkennt rasch: Viele von ihnen sind in einem schlechten Zustand, manche sogar schon abgestorben.

Jede Menge Informationen

Und dieses Schicksal droht auch den anderen, wenn, wie die Experten mahnen, jetzt nicht gehandelt wird. Unter der Federführung der Stadt Hechingen haben sich deshalb Vertreter verschiedener Vereine, Institutionen und Betriebe zu einer "Streuobstrunde" zusammengefunden und eine Rettungsaktion für die Obstbäume ins Leben gerufen.

Mit dabei sind neben dem Nabu auch der Betriebshof, Obst- und Gartenbauvereine, die Mostereien Beck aus Weilheim und Wetzel aus Hechingen, Obstbaufachberater Markus Zehnder vom Zollernalbkreis, der Schäferbetrieb Storr und der Bezirksverein der Bienenzüchter.

Wie wichtig es ist, das wertvolle Kulturgut Streuobstwiese zu schützen und zu bewahren und wie sich die Pflege der Gehölze gestaltet – das erfuhren am Samstag all jene, denen ihr Schutz am Herzen liegt und die vielleicht sogar mit dem Gedanken spielen, eine Patenschaft für einen oder mehrere Bäume zu übernehmen. Sie erhielten nicht nur jede Menge Informationen, sondern durften auch den Fachleuten bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen.

Oberhalb der Weiherschule auf der Wiese befreite Robert Wolf vom städtischen Betriebshof die Streuobstbäume mit der Teleskop-Heckenschere von Totholz und Misteln.

"Kaiser Wilhelm" markiert den Startschuss

Als Obstbaumwart kennt er sich aus und weiß um die notwendigen Pflegemaßnahmen. Von Misteln sind viele der Gehölze befallen. Die immergrünen Halbschmarotzer entziehen ihnen Wasser und wichtige Nährstoffe und schwächen sie kontinuierlich.

Einige Meter weiter entfernte auch Hans-Martin Weisshap vom Nabu mit anderen Helfern einzelne tote Äste, die zu einem großen Haufen aufgeschichtet wurden. Die Nabu-Gruppe Hechingen ist, was die Pflege der Obstbäume im Gewann Breite betrifft, mit gutem Beispiel vorangegangen. Wie der Vorsitzende Gert Rominger erklärte, hat sie von einem privaten Besitzer zwei Baumreihen gepachtet und pflegt diese nun schon im dritten Jahr. Im Rahmen der "Streuobstrunde" wurden dann auch die sich im Besitz der Stadt befindlichen Bäume miteinbezogen.

Lob vom Ersten Beigeordneten der Stadt

Lob für ihren Einsatz zollte den Initiatoren der Erste Beigeordnete Philipp Hahn, der sich am Samstag vor Ort informierte. Obwohl einige der Obstbäume bereits abgestorben sind, erfüllen diese noch einen wichtigen Zweck. Sie bleiben stehen, weil sie bedrohten Vogelarten wie dem Wendehals oder dem Gartenrotschwanz als Bruthöhlen dienen, erläuterte Wolfgang Fuchs vom Nabu.

Doch es kommen auch neue Gehölze hinzu. Den symbolischen Startschuss für eine Aktion, bei der im November 30 Streuobstbäume nachgepflanzt werden, markierte am Samstag die Pflanzung eines Baumes der Apfelsorte "Kaiser Wilhelm."

Und was ist mit der Pflege der alten Obstgehölze? Sie wird weitergehen. Dass einige Bürger am Samstag ihr Interesse an einer Baum-Patenschaft bekundet haben, darüber freuen sich die Initiatoren ganz besonders. Und vielleicht folgen ja noch mehr ihrem Beispiel. Damit "Mein Freund, der Baum", nicht, wie im Lied, sterben muss.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

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