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Hechingen "Nur Nachteile und keinerlei Vorteile"

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Ein Projekt, das noch in diesem Jahr seinen Anfang nehmen wird: Die Erweiterung des Kindergartens Sickingen. Auch auf dem Friedhof (rechts) gehen die Arbeiten weiter. Der bestehende Schotterweg soll instand gesetzt und gepflastert werden.Fotos: Maute Foto: Schwarzwälder Bote

Klares Nein zur Abschaffung der Unechten Teilortswahl: In Sickingen sind sich die Räte einig. Nur durch einen garantierten Sitz im Gemeinderat werden die Belange des Ortes angemessen vertreten.

Hechingen-Sickingen. In der jüngsten Sitzung, die coronabedingt in der Turnhalle stattfand, stand das Thema ein weiteres Mal auf der Tagesordnung. Bereits Anfang Februar hatte sich das Gremium mit der Unechten Teilortswahl beschäftigt und einer möglichen Aufhebung eine klare Absage erteilt. Das Votum vom Montag spiegelte das damalige Meinungsbild wider und fiel einstimmig zugunsten der Beibehaltung aus.

Vor der Abstimmung kamen noch einmal die Hauptargumente für diese Entscheidung auf den Tisch. Kein garantierter Vertreter im Gemeinderat – das hätte zur Folge, "dass die Belange des Ortes nicht mehr ausreichend berücksichtigt werden würden", brachte Ortsvorsteher Siegbert Schetter die kollektive Meinung auf den Punkt.

Dass ein örtlicher Vertreter in die Arbeit der Fraktionen und Ausschüsse mit einbezogen sei, sei für den Informationsfluss geradezu essenziell. Wäre dies nicht mehr der Fall, würde unweigerlich "wertvolles Hintergrundwissen verloren gehen." Keine Alternative ist für die Räte die Einrichtung ein Vermittlungsausschusses, der ihrer Meinung nach "nicht wirklich weiterhelfen" würde. Und ein Stimmrecht für Ortsvorsteher sei wohl nicht mit der Gemeindeordnung zu vereinbaren. Letztlich hätte ein Abschaffung für die Teilorte "nur Nachteile und keinerlei Vorteile." Sie wäre, so die Befürchtung, der Beginn eines Prozesses, im Zuge dessen "den Stadtteilen immer mehr weggenommen wird." Das gewichtigste Argumente für die Beibehaltung war für ein Gremiumsmitglied allerdings die Tatsache, dass bis auf einen Teilort alle gegen die Aufhebung sind.

Eine zehn Meter hohe Lagerhalle soll entstehen

Außerdem ging es um die Erweiterung der Zahnradfirma Ott (Bodelshausen) mit Änderung der Zufahrt. Vorgestellt wurde das Projekt von Axel Philipp vom Planungsbüro Gfrörer. Die Firma mit 180 Mitarbeitern liegt direkt an der Gemarkung Sickingen. Da es ringsum Wohnbebauung gibt, bleibt nur die Möglichkeit einer Erweiterung in Richtung Sickingen. Entstehen sollen eine neue, zehn Meter hohe Lagerhalle sowie eine neue LKW-Zufahrt. "Letztlich geht es um die fehlenden 3200 Quadratmeter", erklärte Philipp. Artenschutzrechtliche Bedenken bestünden keine, ein größeres Biotop bleibe erhalten. Die geänderte LKW-Zufahrt hätten zudem eine Verbesserung der Lärmsituation zur Folge. Der Ortschaftsrat begrüßte den mit dem Projekt einhergehenden Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen. Ein Gremiumsmitglied verwies allerdings auf das Gefahrenpotenzial für Radfahrer, die zwischen Bodelshausen und Hechingen ein Stück weit auf der Straße fahren müssen. Am Ende wurde das Projekt mit vier Ja-Stimmen und einer Enthaltung gebilligt. Zwei Räte, beides Mitarbeiter der Firma, enthielten sich der Abstimmung.

Im unteren Teil des Friedhofs wird in Kürze der Containerstandort realisiert. Ferner wird der bestehende Schotterweg instandgesetzt und gepflastert. Auch die Maßnahmen am Feuerwehrhaus schreiten voran. Die neuen Fenster wurden bereits geliefert und die einbruchssichere Tür ist schon bestellt. In der Halle wurden neue Rauchmelder installiert. Bei Brandmeldealarm werden sich die Türen künftig automatisch schließen.

Instandsetzungsarbeiten wurden in der Johann-Strauß- und der Hohenzollernstraße und Aufräumarbeiten im Jugendraum durchgeführt. Letzterer soll nach dem Wunsch der Jugendlichen weiter betrieben werden. Sanierungsbedarf besteht beim Rathaus, das unter anderem nicht barrierefrei zu erreichen ist. "Es wäre wichtig, die Sache in den nächsten Jahren anzugehen", so Schetter.

Noch in diesem Jahr nimmt die Erweiterung des Kindergartens ihren Anfang. Bezugsfertig sein soll das Gebäude zum neuen Kindergartenjahr 2021. Im Frühsommer desselben Jahres könnten, wenn alles nach Plan läuft, die Erschließungsarbeiten im Baugebiet Witzenhart beginnen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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