Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Hechingen Kamelhof steht vor Aus: Wohin mit Tieren?

Von
Der Kamelhof steht vor dem Aus. Nun stellt sich die Frage: Wohin mit den Tieren? Foto: Huger

Hechingen - Das Aus des Hechinger Kamelhofs ist beschlossen. Die Suche nach einem Ersatzgelände hat sich wohl erledigt. Aber die Tiere brauchen trotzdem ein neues Zuhause. Doch da ist Expertise gefragt, sonst kann es gefährlich werden.

Auf dem Hof der Albkamele tummeln sich Ziegen, Hühner, Schweine, Gänse und viele andere Tiere. Sie alle müssen nach dem Aus des Kamelhofs woanders unterkommen. Die Kleintiere sind dabei etwas einfacher zu vermitteln. Sorge bereitet Rolf Müller, Betreiber des Tiererlebnishofes, der "Altersruhesitz" seiner Kamele, genauer gesagt der zwei Dromedare, des Trampeltiers und des Tulus.

"Wichtig ist, dass die Person sachkundig ist", sagt Müller. Gerade "Elvis" brauche jemanden, der wisse, was er tut und wie die Tiere reagieren. Die Mindestanforderung für einen solchen "Altersruhesitz" sind rund 500 Quadratmeter freie Fläche und ein Unterstand mit 15 Quadratmetern. Pro weiterem Tier kommen noch einmal 50 Quadratmeter dazu. "Das ist meiner Meinung nach aber noch zu gering", sagt Müller.

"In falscher Hand sind sie hochgefährlich"

Reicht es auch, wenn sich jemand beispielsweise mit Pferden auskennt? Eher nicht. Kamele sind laut Müller quasi das "Gegenteil" zum Pferd. Ein wichtiger Unterschied zwischen Pferden und Kamelen sei zum Beispiel, dass Kamele keine Fluchttiere sind. Haben sie Angst, dann legen sie sich hin – oder greifen an. "In falscher Hand sind sie hochgefährlich", sagt Müller.

Ein Kamel hat nämlich sehr menschliche Eigenschaften wie "Neid, Rache und Eifersucht". Man dürfe keines vernachlässigen. Zudem müsse man sie immer alle im Blick haben, da sie "Schwielensohlen" haben, mit denen sie sich anschleichen können. Es gibt mehrer bekannte Fälle, als ein Kamel einen Menschen getötet hat. In diesen Fällen ist allerdings meist auch eine Misshandlung des Besitzers vorausgegangen.

Offiziell ist der Pachtvertrag des Tiererlebnishofes am 15. Juli ausgelaufen. Doch noch haben eben zum einen die Tiere kein neues Zuhause, zum anderen benötigt es Geld, um den Hof "zurückzubauen". Daher soll der Betrieb bis zum 3. November aufrecht erhalten bleiben. Statt des "Kamelfestes" wird es dieses Jahr ein Abschiedskonzert geben. Am 14. und 15. September ist tagsüber ein Kinderprogramm und abends Live-Musik geplant.

Weitere Informationen: Der Tiererlebnishof hat in den Ferien täglich jeweils von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Sonst ist von Donnerstag bis Sonntag ebenfalls von 11 bis 19 Uhr oder auf Anmeldung geöffnet. Wer einem oder mehreren Tieren ein neues zu Hause geben möchte, der kann für ein Gespräch auf dem Hof vorbeikommen.

Fotostrecke
Artikel bewerten
23
loading

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.