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Hechingen "Für eine Kleinstadt ein Ereignis"

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Schauten den Sommerschülern beim Lernen über die Schultern (von links): Karl-Wilhelm Röhm, Michael Föll, Melanie Dreher, Andrea Jetter,­ Dorothee Müllges und Rolf Ackermann. Foto: Renner Foto: Schwarzwälder Bote

Zum ersten Mal findet die einwöchige Sommerschule am Hechinger Gymnasium in Kooperation mit der Gemeinschaftsschule Rangendingen-Hirrlingen statt, für die es bislang nur lobende Worte gibt.

Hechingen/Rangendingen. 53 Sommerschulen gibt es in Baden-Württemberg, zwei davon sind besonders, weil zwei unterschiedliche Schultypen miteinander kooperieren – so wie in Hechingen. 43 Schüler sind in der Betreuung, 30 vom Hechinger Gymnasium (Klasse 6 bis 8) und 13 von der Gemeinschaftsschule Rangendingen-Hirrlingen (Klasse 7 und 8), die bereits seit vier Jahren zusammenarbeiten. Zehn Jugendbegleiter unterstützen vier Lehrer, drei vom Gymnasium und eine Lehrerin aus Rangendingen. Außerdem gibt es eine Lehrkraft für Nachhaltigkeit (Antonia Schmidt), die danach bei einer Einzelbetreuung Zielvereinbarungen mit dem jeweiligen Schüler trifft.

Um sich vor Ort ein Bild zu machen, besuchten Michael Föll und Rolf Ackermann vom Kultusministerium, Landtagsmitglied Karl-Wilhelm Röhm und Susanne Pacher, Abteilungspräsidentin des Regierungspräsidiums Tübingen, das Gymnasium.

"Die Sommerschule ist wichtig, denn die Schülerschaft wird immer heterogener", betonte Schulleiterin Melanie Dreher vom Gymnasium. Bei den schlechteren Schülern sei die Schule negativ besetzt. Wenn sie vor Schuljahresbeginn Inhalte wiederholen können, gingen sie gestärkt ins neue Jahr. Ziele sind deshalb, an Defiziten zu arbeiten, die Persönlichkeit zu stärken, Teamgeist zu entwickeln und Ängste zu überwinden. Vor allem Letzteres ist bereits gut gelungen. Beim Klettern mit dem Deutschen Alpenverein habe sich ein Schüler am Montag noch geweigert, die Kletterwand zu bewältigen, am Dienstag sei er hochgekraxelt. Am Donnerstag geht es zur Stärkung der Teamkompetenz noch in die Spiel- und Kletterwelt Berolino nach Balingen.

Morgens stehen Mathematik, Deutsch und Englisch auf dem Plan, wobei sich für Mathe die meisten Schüler (40) gemeldet haben. Die Gemeinschaftsschüler hätten sich zunächst in der fremden Umgebung etwas unwohl gefühlt, doch schnell sei das Eis gebrochen. "Die Sommerschüler haben bei den älteren Schülern weniger Berührungsängste als bei den Lehrern. Sie tun sich damit leichter, deshalb ist das eine tolle Sache", schwärmte Dreher. Es finde eine individuelle Betreuung statt.

Ihre Kollegin, Rektorin Andrea Jetter von der Rangendinger Schule, hob als Vorteil vor allem den Austausch der Fachbereiche hervor, zumal auch ein Gegenbesuch geplant sei. "Die Schüler können im Gymnasium schon mal Luft schnuppern, um später dann diese Hürde nehmen zu können", erklärte sie. Begabten Schülern rät sie jedoch, gleich auf das Gymnasium zu wechseln.

Föll wollte sodann wissen, ob die Schüler gezielt angesprochen wurden. Lehrer hätten bestimmten Schülern vorgeschlagen, daran teilzunehmen. Unter eine Mathearbeit habe sie "Teilnahme empfohlen" geschrieben, berichtete Uta Schoder, Abteilungsleiterin des Gymnasiums. Lisa Schaal, Lehrerin an der Gemeinschaftsschule, erzählt, dass man Lernentwicklungsgespräche geführt hätte. Künftig will sie bei Coaching-Gesprächen gezielt dafür Werbung machen.

Dorothee Müllges, Erste Beigeordnete der Stadt Hechingen, wollte wissen, welche Rolle die Eltern einnehmen. "Es ist wichtig, die Eltern miteinzubeziehen, deshalb werden sie bei der Zertifikatsübergabe und dem Grillen am Freitag dabei sein", sagte Dreher, für die die Sommerschule etwas Besonderes ist. "Für eine Kleinstadt ist das ein Ereignis."

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