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Hechingen Erste Küsse, Leben, Vergänglichkeit

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Booga (links) und seine Gitarre, Ezio Lunedei am Mikrofon. Fotos: Dick Foto: Schwarzwälder Bote

Hechingen. Silbern schimmert ihr Haar jetzt, die Bewegungen auf der Bühne sind behäbiger geworden. Auch die "Ezio"-Jünger sind älter: Mehr als 20 Jahre sind vergangen, seit die Band begonnen hatte, sich mit ekstatischem Gitarrenspiel und lebensklugen Texten ins Gedächtnis der Fans zu brennen. Ein ausgelassenes Wiedersehen gab’s am Freitag im Foyer der Stadthalle Museum.

Nicht, dass man Ezio – Sänger Ezio Lunedei und Gitarrist Booga – seither nicht gesehen hätte. Unzählige Konzerte und mehrere Alben zieren die Band-Vita. Zwei Jahre ist es auch her, dass die beiden Engländer in Hechingen gespielt haben, wie Ezio Lunedei sich erinnert.

Diesmal hatte der Hechinger Verein "Kinder brauchen Frieden" zu einem Benefiz-Konzert eingeladen. Als Vorband spielen die Jungs von "Amikaro" aus Tübingen. Deren Sänger Robbie ist Ezio-Jünger. Ohne die beiden Briten, die er 1997 zum ersten Mal live in Esslingen gesehen habe, würde es Amikaro nicht geben, wie er erzählt: "Als ich Ezio gesehen habe, beschloss ich: Ich muss singen und Gitarre spielen lernen."

Amikaro performt eine Handvoll Songs auf Deutsch, darunter "Ohne dich". Das Licht im Foyer tüncht den Raum in heimeliges Fliederblau.

Dann endlich. Ezio Lunedei und Booga mischen sich unter die Fans, begrüßen, umarmen, reden. Man kennt sich, freut sich. Auf der Bühne motzt Lunedei erstmal grinsend rum. Die Zuhörer sind ihm zu weit weg, "Kumm här", sagt er auf Deutsch. Und die Leute kommen, tauen schnell auf bei "Back On Your Own Again", "A Thousand Years".

Darauf haben alle gewartet

Gestern hätten sie in Frankfurt gespielt. Und vielleicht liege es daran, dass Frankfurt eine so große Stadt sei, aber: "Die Frankfurter sind hässlicher als die Hechinger", sagt Lunedei. Wahr oder nicht – die Hechinger freuen sich diebisch über diese Worte.

Es folgt "Supermarket", bei dem Booga, der wegen Rückenproblemen auf einem Stehhocker performt, zeigt, weshalb Ezio als Live-Band so vergöttert wird. In ausgedehnten Soli bearbeitet er seine Gitarre wie eine vertraute Geliebte, lässt die Finger über sie tanzen, eine geradezu erotische Verbindung. Die Fans flippen aus. Darauf haben sie alle gewartet. Und auch auf "Dirty Little Secret", "The Angel Song" und weitere.

"Zugabe" brüllt das Publikum, und kriegt sie. Nochmal "A Thousand Years", dazu Späßchen über "Gluuuhwein" und ein Hoch auf die "schönä Börg" Hohenzollern.

Und zum orgiastischen Finale dann "Saxon Street", ein Song über Kindertage, erste Küsse, das Leben, Vergänglichkeit. Booga dehnt sein ungehemmtes Gitarrenspiel wieder – bis der Vorhang fällt. Und dann ist wirklich Schluss. Viel zu kurz war’s, dieses Konzert. Aber das haben wohl alle Ezio-Konzerte an sich.

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Klaus Stopper

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