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Hechingen Die Wüstenschiffe suchen weiter einen Hafen

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Die Albkamele von Rolf Müller brauchen ein neues Zuhause. Foto: Kübler Foto: Schwarzwälder Bote

Hechingen. Viele Gerüchte kursieren derzeit über die Albkamele von Rolf Müller, die bis Herbst auf dem Hechinger Butzenwasen grasten. Tatsache aber ist: Niemand weiß, wie es weitergeht.

Für die Strauße kommt ohnehin jede Hilfe zu spät. Weil die Hof-Pacht auf dem Butzenwasen auslief, mussten sie alle geschlachtet werden. "Einen ausgewachsener Strauß kann man nur unter Betäubung transportieren", erklärt Müller. Und in dem aktuellen Provisorium, in dem er seine Tiere untergebracht hat, sei eine artgerechte und sichere Haltung dieser Tiere nicht mehr möglich gewesen.

Die Kamele hat er zwar noch, allerdings in drei verschiedenen Ställen an verschiedenen Orten im Umland untergebracht. Zwischen Stetten am Kalten Markt und Rangendingen. "Ich fahre jeden Tag 150 Kilometer, um die zu versorgen", erklärt Müller. Er habe tägliche Kosten und keinerlei Einkünfte durch seinen Hof, beklagt er.

Gibt es noch Hoffnung für das Kamelhof-Projekt? Angeblich sei ein Neustart in einer Gemeinde oben auf der Alb geplant, war in jüngster Zeit zu vernehmen. Mehr oder weniger reine Gerüchte. Der Schwarzwälder Bote hat nun direkt mit Rolf Müller, Gründer und Geschäftsführer der "Albkamele Zollernalb" gesprochen. Und der dämpft solche Erwartungen deutlich.

Gespräche ja, Hoffnung eventuell, aber noch keinerlei konkrete Entscheidungen, die in der betreffenden Gemeinde sowohl im Ortschaftsrat als auch im Gemeinderat getroffen werden müssten. Das dürfte dann auf die Schnelle kaum ein Ergebnis bringen.

Besitzer der Tiere gibt die Hoffnung nicht auf

Und eine Forderung von Müller dürfte sehr schwierig zu erfüllen sein: "Ich brauche eine langfristige Perspektive für einen Kamelhof, wegen drei Jahren, wie auf dem Butzenwasen, fange ich nicht an, wieder was aufzubauen", so Müller. Ob ein so langfristiges Pachtverhältnis möglich sein wird? Das bleibt abzuwarten. Diese Woche wird wohl erstmals im Ortschaftsrat der angepeilten Gemeinde das Projekt besprochen.

Und wenn sich hier nicht bald konkrete Lösungen abzeichnen, wird Müller kaum etwas anderes übrig bleiben, als seine Kamele zu verkaufen. "Das einzige, was ich tun kann, ist dann zu schauen, dass sie in gute Hände kommen", erklärt er. Aber noch hat er Hoffnung, dass sich alles regeln lässt. Wer ihn und seine Tiere unterstützen möchte, findet auf der Homepage www.albkamele.rocks/cm weitere Informationen und die Daten eines Spendenkontos.

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Klaus Stopper

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