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Hechingen Architekten sind gegen Rathaus-Pläne

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Dieses Rathausgebäude soll nicht verändert werden, erklären Architekten aus dem Landkreis in einer Stellungnahme. Foto: Archiv

Hechingen - Das Hechinger Rathaus darf nicht verändert werden – diese Forderung erhebt die Vertretung der Architekten im Landkreis in einer Stellungnahme gegenüber der Architektenkammer Baden-Württemberg.

Die Architektenkammer ist eine berufsständische Organisation in der Form einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie regelt interne Angelegenheiten der Architekten, nimmt sich aber auch das Recht, "Stellungnahmen zum örtlichen Baugeschehen abzugeben", wie gestern Hans Dieterle, der Geschäftsführer der Landesarchitektenkammer, auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten erklärte.

Und diese Stellungnahme fällt nun zumindest auf Ebene der Architekten im Landkreis negativ aus. Möglicherweise aber gibt es auch noch von Stuttgart aus einen Architekten-Rüffel für die Hechinger Rathaus-Pläne, denn Dieterle berichtet weiter: "Zum Wochenende tagt der Landesvorstand der Architektenkammer, in dem auch Vertreter der vier Kammerbezirke sitzen." Dort werde voraussichtlich auch über die Diskussionen in Hechingen gesprochen. Wie dann die weitergehenden Reaktionen aussehen könnten, darüber könne er "im Moment nicht berichten".

Der Landesvorstand wird wohl das Schreiben in Händen halten, auf das sich Architekten aus dem Landkreis am Freitag nach einer Besichtigung des Hechinger Rathauses geeinigt haben (wir berichteten). Während der Führung unter fachkundiger Leitung von Herbert Selig hatten sich die Teilnehmer zwar noch kontrovers über dieses Vorhaben ausgetauscht. Und auch zu Beginn des anschließenden Treffens im Gasthaus Museum war zunächst keine geschlossene Tendenz gegen die Umbaupläne erkennbar. Nachdem die Pressevertreter die muntere Runde verlassen hatten, muss die Gruppe dann aber doch zur Einmütigkeit gefunden haben.

Jedenfalls wurde gestern eine Mitteilung der Architekten-Kammergruppe Zollernalbkreis verschickt mit dem Hinweis: "Folgende Stellungnahme fand in der Gruppe Konsens". Der Augenschein habe "die Einmaligkeit des Bauwerkes bestätigt", die "solitäre Stellung im Stadtbild" müsse erhalten bleiben, und Eingriffe in den Bestand "zerstören das innenräumliche Gefüge und die schützenswerte Gesamtheit des Gebäudes".

Die Folgerung der Architekten: "Das Rathaus Hechingen ist das einzige in der Literatur aufgeführte Bauwerk im Zollernalbkreis des über unsere Landesgrenzen hinaus bekannten Architekten Paul Schmitthenner. Dieses großartige Bauwerk darf nicht verändert werden."

Unterzeichnet wurde das Schreiben vom Vorstandskollektiv Dietrich Roth aus Ebingen, Marianette Schwarz aus Rosenfeld und Heinz Peter Schetter aus Hechingen.
 

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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