Mike Jensen hat sich zu einem der Top-Keeper der Handball-Bundesliga entwickelt. Foto: Kara

Handball: Abgang eines Stammspielers. "Seine Leistung hat bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten geweckt.

Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten muss nach der Saison den Abgang eines Stammspieler verkraften. Der in den vergangenen Wochen überzeugende Keeper Mike Jensen wird den Klub nach dieser Spielzeit verlassen.

Die Bekanntgabe der ersten Personalentscheidung für die kommende Saison ist HBW-Geschäftsführer Wolfgang Strobel am Freitagvormittag alles andere als leichtgefallen. Torhüter Mike Jensen hat ihn darüber informiert, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag beim HBW nicht verlängern wird.

"Es ist schade, dass wir Mike nicht halten konnten, aber uns war natürlich auch klar, dass seine Leistung bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten geweckt hat", verweist Strobel auf die aktuellen Zahlen der Handball-Bundesliga. Mit 129 Paraden führt der Däne derzeit die Statistik der HBL-Torhüter an. Dass der HBW mit sieben Punkten Mitte Dezember auf einem Nichtabstiegsplatz steht, ist auch ein Verdienst von Jensen, den die Verantwortlichen zur Saison 2019/20 aus Dänemark vom dortigen Handballklub Nordsjaelland Handbold in die Bundesliga geholt haben.

So bitter es für die Schwaben auch sein mag, dass Jensen, den nächsten Schritt in seiner Karriere machen möchte, so stolz können sie auch über dessen Entwicklung sein. Der 25-Jährige ist ein weiteres Beispiel für die Ausbildung und Weiterentwicklung von Spielern, die entweder aus der eigenen Jugend stammen oder den Weg zum HBW in jungen Jahren gefunden haben. Schon in den vergangenen Jahren spielten sich beim HBW mit dem Schweden Peter Johannesson, der inzwischen für den TBV Lemgo Lippe aufläuft, oder dem Tschechen Tomas Mrkva – er wechselte nach der Rückkehr des HBW in die Bundesliga zum Ligarivalen Bergischer HC – einige Torhüter aufgrund ihrer starken Performance in den Fokus der Konkurrenz.

Nun gilt es für den HBW jedoch, die Konzentration auf die beiden in diesem Jahr noch ausstehenden Spiele zu richten. Am Sonntag kommt der Tabellenvierte Füchse Berlin in die Sparkassen-Arena (Anpfiff: 16 Uhr), am Mittwoch geht’s zum bedeutenden Kellerduell bei der HSG Nordhorn-Lingen.

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