Andreas Fath bei der Arbeit in Tennessee. Foto: Privat

Forschung: Proben aus 1049 Kilometer langem Fluss gewonnen

Haslach - Der Haslacher Andreas Fath ist aus den USA zurückgekehrt. Zum einen hatte er dort seine Forschungsarbeiten in Tennessee abgeschlossen und zum anderen die Zusammenarbeit zur Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten weitergeführt.

Einen ersten Anlauf hatte Andreas Fath im vergangenen Jahr genommen, um die Arbeit in Tennessee abzuschließen. Dann hatte ihn allerdings Corona zur vorzeitigen Rückkehr gezwungen.

Ausnahmegenehmigung für die Einreise

"Dieses Mal war die Einreise deutlich erschwert, ich musste zunächst auf das NIE (National Interest Exception) warten", erklärte der Professor nach seiner Rückkehr gegenüber dem SchwaBo. Mit diesem Schreiben wurde durch die University of the South in Sewanee beantragt, dass eine Ausnahmegenehmigung zur Einreise des Professors in die Vereinigten Staaten erteilt wird.

Begründet wurde die Notwendigkeit der Einreise mit der Fortsetzung der akademischen Zusammenarbeit des Tennessee Aquariums, der University oft the South und der Hochschule Furtwangen, an der Andreas Fath lehrt. Gemeinsam werde das Mikroplastik untersucht, das im Wasser des Tennessee-Rivers und in Gewebeproben von Fischen gefunden wurde. Denn Andreas Fath hatte im August 2017 den 1049 Kilometer langen Fluss in nur 34 Tagen durchschwommen und die Proben entnommen. "Ich will die Dinge zu Ende bringen, die ich begonnen habe. Das lasse ich mir auch von einem Virus nicht nehmen", erklärte er nach der Rückkehr.

Als Experte für Mikroplastik schulte Andreas Fath die Forscher im Umgang mit dem Ramam-Mikroskop, das durch die Verbindung von spektralen und räumlichen Daten auch die chemische Analyse kleinster Objekte ermöglicht. Außerdem wurden die Forscher in der Vorbereitung von Proben im Mikroplastik-Labor geschult.

Fachartikel über die Forschungsarbeit auf der Internetseite "Southern science"

Mehrere akademische Abhandlungen wären im Zusammenhang mit dieser Forschungs-Kooperation in Vorbereitung oder deren Veröffentlichung bereits zugesagt worden.

Erst vor wenigen Tagen erschien ein Fachartikel über die gemeinsame Forschungsarbeit auf der Internetseite "Southern science", die sich der Berichterstattung über die Umweltforschung in ganz Alabama widmet.

Während seines Aufenthalts bis Mitte Juli arbeitete Andreas Fath zusammen mit Martin Knoll, dem Professor für Erd- und Umweltsysteme an der University of South, an der Übersetzung und Neufassung seines Lehrbuches über Mikroplastik. Ein Verlags-Vertrag für die Veröffentlichung der englischen Version wurde bereits unterschrieben.

Andreas Fath wäre nicht der schwimmende Professor, wenn er seine Reise in die USA nicht auch für die sportliche Vorbereitung auf sein nächstes Großprojekt mit der Donau verbunden hätte. Und so stieg er gemeinsam mit "seinen" Cows – den California open water swimmers – erneut in den Tennessee River. Weitere Informationen rund um die Aktionen und die Forschungsarbeit von Andreas Fath gibt es im Internet.

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