In ein Wechselbad der Gefühle warf Herren-Südbadenligist Freudenstadt/Baiersbronn seine Fans in der vollen David-Fahrner-Halle – mit Happy End.
Die erste Herrenmannschaft der SG Freudenstadt/Baiersbronn konnte am Samstagabend einen wichtigen Heimerfolg im Abstiegskampfduell gegen die Oberliga-Reserve aus Willstätt landen. Der 36:30- (19:12)-Erfolg stand Mitte der zweiten Halbzeit auf der Kippe, doch letztendlich war der Sieg im letzten Spiel im Jahr 2023 absolut verdient.
Nervosität regiert
Der Beginn der Partie war geprägt von Nervosität auf beiden Seiten. Beide Angriffsreihen kamen nur langsam in Schwung, man merkte, dass es für beide Mannschaften um wichtige Punkte ging. Über das 4:4 nach sieben Minuten konnten sich die SG-Herren nach 14 Minuten beim 9:6 zum ersten Mal absetzen.
Der konsequenten Arbeit in der Abwehr mit schnellen Gegenstoßtoren hatten die Gäste nichts entgegenzusetzen, sodass die Weiß-Schwarzen auf 17:8 davonziehen konnten. Auch die Manndeckung gegen Drazen Dropuljic konnte kompensiert werden. Vor der Halbzeitpause sorgten einige Unachtsamkeiten dafür, dass keine noch deutlichere Führung erzielt wurde und die Gäste bis zum Halbzeitstand von 19:12 näher herankommen konnten.
Ansage in der Halbzeitpause
Die Ansage in der Halbzeitpause war klar: Die Mannen um Ersatz-Kapitän Sven Wissmann wollten direkt für klare Verhältnisse sorgen und die letzte Hoffnung der Hanauerländer zunichte machen. Wie aber in so vielen Heimauftritten in der diesjährigen Südbadenliga Saison kam es anders.
Sand kommt ins Getriebe
Im Angriff wurden keine klaren Aktionen mehr herausgespielt, und hinten war die Abwehrreihe zu passiv, vor allen Dingen gegen den starken Rückraumshooter Yann Griesmar. Zusätzlich schwächte sich die SG mit unnötigen Zeitstrafen, sodass die Gäste nach 45 Minuten beim 23:23 ausgleichen konnten.
Die Halle kocht
Angetrieben von einer vollen David-Fahrner-Halle und einem Drazen Dropuljic, der das Spiel immer mehr an sich riss, rissen die Weiß-Schwarzen das Ruder wieder herum und zogen kontinuierlich weg. Der Endstand von 36:30 ging somit komplett in Ordnung.
Trainerteam zufrieden
„Wir haben nach dem klaren Vorsprung in der ersten Halbzeit nicht die richtige Einstellung nach der Pause gefunden und wurden von Hanauerland bestraft. Dass wir aber dann wieder so konsequent wegziehen, spricht für die Mannschaft. In Summe sind acht Punkte nach der Hinrunde in Ordnung, wobei ich sicher bin, dass wir die Ausbeute in der Rückrunde steigern werden“, erklärte Co-Trainer Ralph Kammer nach Spielende.
Nach dem Heimerfolg steht nun eine einmonatige Winterpause an. Im Fokus liegt, dass die verletzten und angeschlagenen Spieler wieder fit werden. Die Leistungen in der Hinrunde sind umso höher einzuschätzen, konnte doch der verletzte Marcel Bauer bei den bisherigen Auftritten nur bedingt eingreifen. Wenn die Entwicklung der Mannschaft so weitergeht, ist man sich im Lager der SG sicher, dass der Klassenhalt so geschafft werden kann.
SG Freudenstadt/Baiersbronn – HSG Hanauerland 36:30 (19:12)
SG: Sven Wissmann, Michael Heinen; Drazen Dropuljic (9/2), Pascal Baur (7), Patrick Sandelmann (6), Nico Käser (4), Tim Wissmann (3), Marinko Tuka (2), Hannes Benzing (2), Lars Sandelmann (2), Max Kneißler (1), Maximilian Baur, Paul Eisele, Nils Scherer.