Melina Hesse (Mitte, Nummer 15) traf sechsmal für die SG HCL, Lena Gollor (rechts, Nummer 17) dreimal. Foto: Roland Wurster

Eine bittere Lektion erhielten die Frauen der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell gegen den direkten Konkurrenten Hossingen/Meßstetten.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Mit einem Sieg gegen den Tabellennachbarn könnte die SG Hirsau/Calw/Liebenzell an den Kontrahentinnen aus Hossingen-Meßstetten vorbeiziehen und sich in der Tabelle weiter nach oben arbeiten. Entsprechend motiviert gingen die Damen zu Werke.

 

Intensive Partie

Das Spiel startete erwartet intensiv und auf Augenhöhe. Beide Teams fassten in der Abwehr ordentlich zu und zeigten dem Gegner jeweils deutlich, dass kein Vorbeikommen geduldet würde. So blieben die ersten sieben Minuten torlos und waren geprägt von starken Defensivleistungen.

Die Angriffe gestalteten sich entsprechend erschwert und erforderten viel Laufbereitschaft und Zweikampfwillen. In einer sehr engen und umkämpften ersten Halbzeit schaffte es keine der beiden Mannschaften, sich entscheidend abzusetzen, sodass die HCL-Frauen lediglich mit einem kleinen Vorsprung in die Halbzeitpause gehen konnten (12:11).

SG HCL zieht davon

Auch in der zweiten Hälfte setzte sich das Spiel auf Augenhöhe fort. Die vielen Führungswechsel sorgten für entsprechende Spannung in der Walter-Lindner-Sporthalle. Nach 47 Minuten war es die SG HCL, die es erstmals schaffte, einen Vier-Tore-Vorsprung herauszuspielen (22:18) und die Zuschauer an einen Sieg glauben zu lassen.

Allerdings agierten die HCL-Frauen in der Folge zu fahrig und unkonzentriert, spielten im Angriff ideenlos und verloren ihren Spielfluss. Dadurch erlaubten sie den Gästen der HSG Hossingen-Meßstetten ein Comeback, das letztlich in einer 24:25-Niederlage endete. Nur zwei eigene Torerfolge in den letzten 13 Spielminuten waren schlussendlich zu wenig, um den Sieg über die Ziellinie zu retten.

Trainer Jürgen Kost stolz auf sein Team

Das Fazit des SG-Trainers Jürgen Kost: „Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir nach einem so engen Spiel am Ende ohne Zählbares dastehen. Nichtsdestotrotz bin ich stolz auf die Mannschaft, die sich über 60 Minuten reingehängt und aufgerieben hat. Wir haben zu keinem Zeitpunkt aufgegeben und immer weitergekämpft. Die Schlüsselszenen werden nun gemeinsam analysiert, und dann gehen wir wieder fokussiert in die nächsten Spiele rein.“

SG HCL – HSG Hossingen-Meßstetten 24:25 (12:11)

Für die SG Hirsau/Calw/Liebenzell spielten: Isabella Micelotta (7), Melina Hesse (6), Lena Gollor (3), Kim Gerisch (3), Sandra Kalpakidis (2), Annika Volkmer (2), Ellen Lenk (1), Lina Strecker, Alisa Conzelmann, Laura Imensek, Johanna Bayer, Simone Pühl und Sinah Maidorn (Tor).