Kristian Beciri – hier im Zweikampf mit Coburgs Tobias Varvne – legte ein starkes Heimdebüt für den HBW hin.Foto: Kara Foto: Schwarzwälder Bote

Handball: HBW holt weitere Big-Points / Diebel per Zweitspielrecht nach Ferndorf

Der Start ins Jahr 2021 ist dem Handball-Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten wahrlich geglückt. Nach einem souveränen 27:20-Auswärtssieg bei GWD Minden feierte das Team von Trainer Jens Bürkle mit einem 34:26 gegen Schlusslicht HSC Coburg seinen ersten Heimsieg in dieser Spielzeit und damit zwei Erfolge gegen direkte Konkurrenten im Rennen um den Klassenerhalt.

In zwei Big-Point-Spielen holten die Schwaben also vier Punkte und verabschiedeten sich mit nun elf Zählern von den Abstiegsplätzen. "So kann es weiter gehen. Wir wollten gut ins neue Jahr starten und das ist uns gelungen. Aber, wie jeder weiß, ist es noch ein weiter, weiter Weg", sagte Bürkle nach dem Match gegen Coburg. Dabei dauerte es allerdings seine Zeit, ehe der HBW die Partie in den Griff bekam. Die Franken führten vier Minuten vor der Pause mit 13:11, doch die Gastgeber drehten die Partie noch vor dem Seitenwechsel mit drei Treffern in Serie. Im zweiten Abschnitt legte der HBW dann furios los, aus einer starken Deckung einem gut aufgelegten Torhüter Mike Jensen heraus, setzte sich das Bürkle-Team mit einem 8:2-Lauf bis zur 39. Minute schon vorentscheidend auf 22:15 ab.

Dabei zeigte Blitz-Neuzugang Kristan Beciri – Bürkle: "Er hat sich super schnell integrier, das sieht man jetzt schon" – , der erst eine Woche zuvor vom Zweitligisten ThSV Eisenach nach Balingen gewechselt war, in Angriff (vier Tore bei vier Versuchen) und Abwehr, dass er den Schwaben wirklich weiterhelfen kann und mehr als ein guter Ersatz für den verletzten Kreisläufer Marcel Niemeyer (Fuß-Operation) sein kann. "Wir sind in der ersten Halbzeit von einem kleinen Fehler in den nächsten gerannt und haben es nicht geschafft, so richtig griffig zu sein. Beim 9:11 hatten wir Glück, dass es nur 9:11 stand. Weil wenn die Coburger mal einen Vorsprung haben, wie zuletzt gegen Stuttgart, bekommen sie es mit ihren erfahrenen Jungs sehr souverän hin und können eine Mannschaft richtig piesacken. Deshalb bin ich froh, dass wir dann recht schnell wieder den Anschluss gefunden haen und sogar noch in Führung gegangen sind", so HBW-Trainer Bürkle. In der zweiten Halbzeit trumpfte sein Team dann stark auf. "Da spielen wir einfach sehr, sehr gut, erzielen vier Kontertore und ziehen schnell davon, so dass das Spiel dann recht schnell entschieden ist, so der HBW-Coach weiter. "Wir haben die erste Halbzeit eigentlich gut gestaltet, leider haben wir recht viel verworfen. Wir hatten genug freie Bälle, und hätte uns absetzen können. Dass wir mit -1 in die Pause sind, war nicht so gut für die Moral, und zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir weiter verworfen, und -5 war dann einfach zu viel.", sagte Coburgs Trainer Alois Mraz.

Überaus treffsicher bei den Gastgebern zeigten sich auch die Rückraumspieler Vladan Lipovna (5), Jona Schoch (5), Lukas Saueressig (5) und James Junior Scott (5). "Für Junior habe ich mich sehr gefreut, dass er nach seiner Verletzungspause hinten raus seine Chancen genutzt hat und auch vor derPause gute Aktionen hatte", sagt Bürkle.

Nur bei Bedarf wird für den Rest der Saison Rückraumspieler Niklas Diebel für den HBW auflaufen. Der 22-jährige Rechsthänder, der in dieser Saison 13 Mal im Kader stand und dabei elf Tore erzielte, wechselte per Zweitspielrecht zum abstiegsbedrohten Zweitligisten TuS Ferndorf, um dort Spielpraxis zu sammeln. Diebel lief bereits am Samstag bei der 24:25-Auswärtsniederlage in Hüttenberg für den TuS auf – jedoch noch ohne Torerfolg.

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