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Handball HBW: Ein heiß umkämpftes Spiel

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Der Sieg wäre für den HBW möglich gewesen. Foto: Kara

Mit einem 26:26 (14:14)-Unentschieden gegen den TSV GWD Minden holt der HBW Balingen-Weilstetten den ersten Punkt im neuen Jahr. Das Remis hatte sich über die gesamten 60 Minuten angedeutet. Die Gallier lagen zwar meist mit einem Treffer in Front, aber Minden konnte jeweils ausgleichen. Ob es für die Schwaben am Ende ein gewonnener oder ein verlorener Punkt ist, wird man womöglich erst am Ende der Saison wissen. 

Auch wenn sich das Unentschieden direkt nach dem Schlusspfiff zunächst wie eine Niederlage anfühlte, konnte HBW-Trainer Jens Bürkle den 60 ganz intensiven Minuten bereits in der Pressekonferenz viel Positives abgewinnen. „Ich bin sehr, sehr zufrieden, wie die Mannschaft heute aufgetreten ist“, wollte er auch gar nicht darüber diskutieren, ob es ein gewonnener oder ein verlorener Punkt ist. Nach einer so langen Durststrecke sei es mehr als verständlich, dass in der ein oder anderen Situation das Handgelenkt etwas gewackelt habe, aber was die Mannschaft gegen Minden gezeigt habe, sei kämpferisch absolut am obersten Limit gewesen. Dafür bekamen die Gallier auch Lob von Gästetrainer Frank Carsten, der meinte, dass die Balinger in der Abwehr sehr viele Dinge sehr gut gemacht hätten.

In der ausverkauften SparkassenArena spürte man vom Anpfiff weg, dass Spannung in der Luft lag. Schon beim Einlauf der Gallier hatte die Stimmung einen ersten Höhepunkt erreicht. Als Jannik Hausmann, der nach überstandener Verletzung wieder mit von der Partie war, den ersten Angriff der Gäste unterbrechen konnte und Vladan Lipovina das 1:0 erzielte, war die „Hölle-Süd“ zum ersten Mal am Brodeln. Dass das so blieb, dafür sorgte vor allem Torhüter Mike Jensen, der an seine tolle Leistung vom vergangenen Auswärtsspiel nahtlos anknüpfte. Die Mindener schienen von der Stimmung und dem Druck, der von den Rängen kam, beeindruckt zu sein. Das nutzten die Gallier und legten durch Jona Schoch und Oddur Grétarsson auf 5:3 vor. Als Jensen mit einer Monsterparade gegen Nationalspieler Marian Michalczik klärte, der bei einem Tempogegenstoß völlig frei vor ihm auftauchte und dann den Nachwurf auch noch an den Pfosten lenkte, verstand man in der Balinger SparkassenArena sein eigenes Wort nicht mehr.

Hier gibt es unser Video:

In dieser Phase versäumten es die Balinger allerdings etwas, das Momentum noch mehr für sich zu nutzen und Minden weiter zu distanzieren. Nach dem 6:4 (9. Min.) durch Martin Strobel, der gegen Minden ein großartiges Spiel als Regisseur und Torschütze ablieferte, leisteten sich seine Mannschaftskameraden einen technischen Fehler und Sekunden später einen Fehlwurf und schon stand es wieder unentschieden. Da zeigten die Ostwestfalen ihre Konterstärke. Was die Gäste aber auch zeigten, war ein hervorragendes Rückzugsverhalten. Sobald sie im Angriff, egal durch was auch immer den Ball verloren hatten, sprinteten alle Mann zurück und die Balinger kamen so gut wie gar nicht in ihr Tempospiel. Da die Gallier in dieser Hinsicht den Grünweißen in nichts nachstanden, taten sich auch die Mindener schwer mit einfachen Toren.

Nach der Halbzeitpause, in die die zwei Mannschaften mit einem 14:14-Unentschieden gingen, schien zunächst Minden besser ins Spiel zu kommen. Ihr Torhüter konnte einen Wurf von Vladan Lipovina entschärfen und im Gegenzug hatten die Gallier Pech, dass ein abgefälschter Wurf den Weg in die Maschen fand. Im nächsten Angriff unterlief den Balinger ein Abspielfehler und Minden hatten nach dem 14:15 die Chance zum ersten Mal mit zwei Toren in Front zu gehen. Aber auch die Gäste zeigten Nerven. Statt dem 14:16 unterlief ihnen ein technischer Fehler und Gregor Thomann konnte für Balingen erneut den Ausgleich (15:15) erzielen. 

In Überzahl wollten die Gallier kurze Zeit später zu viel und verfehlten, bei Ballgewinn zwei Mal in Folge das leere Mindener Tor. So blieb es bis in die Crunchtime ein völlig offenes Spiel. Nach dem 21:21 in der 49. Spielminute schien sich das Blatt in Richtung der Mindener zu wenden. Balingen leistete sich einen Fehlwurf und geriet prompt wieder in Rückstand. Per Strafwurf gelang Oddur Grétarsson aber erneut der Ausgleich und Jona Schoch nutzte einen technischen Fehler der Gäste und brachte den HBW wieder in Front. Es blieb bis in die Schlussminuten ein Kampf auf des Messers Schneide. Balingen legte vor und Minden zog nach. Zehn Sekunden vor Schluss erzielte Vladan Lipovina das 26:25 für die Hausherren, aber es reichte nicht. GWD spielte eine schnelle Mitte, die regeltechnisch sehr fraglich erschien und vom Kreis erzielte Magnus Gullerud zwei Sekunden vor Ende der Partie den für Minden glücklichen, aber alles in allem verdienten Ausgleich.

HBW Balingen-Weilstetten: Mike Jensen, Vladimir Božić (TW); René Zobel, Marcel Niemeyer 1, Vladan Lipovina 6, Romas Kirveliavičius, Jannik Hausmann, Gregor Thomann 2, Tim Nothdurft, Benjamin Meschke 2, Oddur Grétarsson 4/1, Martin Strobel 4, Jona Schoch 7, Lukas Saueressig; 

GWD Minden: Espen Christensen, Malte Semisch (TW); Lucas Meister 1, Joscha Ritterbach, Savvas Savvas, Christoffer Rambo 5, Mats Korte 2, Aliaksandr Padshyvalau, Juri Knorr 4, Miljan Pusica 1, Magnus Gullerud 6, Marian Michalczik 5/1, Max Staar 1, Christoph Reissky, Kevin Maager Gulliksen;
 

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