Kann TVW-Trainer Feilx Euchner mit seinem Team nach dem Sieg in Oeffingen den nächsten Sieg nachlegen? Foto: Kara

Wie hat Ligaprimus HSG Albstadt seine erste Saisonniederlage verkraftet?

WÜRTTEMBERGLIGA MÄNNER HSG Albstadt – TSV Wolfschlugen (Samstag 20 Uhr, Mazmannhalle Albstadt). Seit dem 36:41 in der Vorwoche beim TSV Schmiden ist der Nimbus der Unbesiegbarkeit für die Männer der HSG Albstadt Geschichte. Wer dachte, dass das Gruber-Team ohne eine Niederlage durchmarschieren würde, wurde eines Besseren belehrt. Auch der Titel in der Württembergliga ist angesichts von vier Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten MTG Wangen längst nicht in trockenen Tüchern. Zumal jetzt die Wochen der Wahrheit für die HSG anstehen, die für die neue Saison den Weilstettener Shooter Noa-Gabriel Alilović verpflichtet hat. Erst geht es gegen den BWOL-Absteiger TSV Wolfschlugen ,der sich im Hinspiel 32:32 von den Gastgebern trennte. Danach wartet der unbequeme Fünftplatzierten SV Leonberg/Eltingen, und im Anschluss stehen das Gipfeltreffen gegen Wangen sowie das Derby beim TV Weilstetten an.

 

So kommt dem Spiel gegen Wolfschlugen eine besondere Bedeutung zu. Es stellen sich die Fragen: Wie haben die Schwarz-Roten ihre erste Niederlage verkraftet? Und wie fällt ihre Reaktion darauf aus?

„Uns erwartet ein hartes Spiel“

„Wir haben im Training explizit Videosequenzen angeschaut von Szenen, mit denen wir nicht zufrieden waren. Der Schwerpunkt lag auf unserer Abwehrarbeit“, sagt HSG-Trainer Michael Gruber. „Wolfschlugen ist ein sehr starker Gegner, den ich schon vor der Saison im oberen Drittel gesehen habe. Uns erwartet ein hartes Spiel, in dem wir aus eigener Hand die Möglichkeit haben, die Niederlage gegen Schmiden vergessen machen zu lassen. Mit dem Ausfall von Maximilian Schmid-Ungerer auf Rückraum Rechts ist Wolfschlugen etwas geschwächt. Aber sie verfügen über einen breiten Kader. Wir haben das Hinspiel nicht vergessen, als wir nach den 60 Minuten mit drei Verletzten herauskamen. Das motiviert uns doppelt“. kündigt der Albstädter Übungsleiter an. TV Weilstetten – HSG Langenau/Elchingen (Samstag 20 Uhr, Längenfeldhalle Balingen). Die vergangenen Wochen beim TV Weilstetten waren trist. Sportlich ging es bergab; zudem wurde unlängst vermeldet, dass sich mit dem momentan verletzten Noa-Gabriel Alilović ein Leistungsträger zur neuen Saison dem Lokalrivalen HSG Albstadt anschließen wird.

Aufgrund des Sinkflugs kam die kurze Fasnetspause nicht zuletzt aufgrund großer Personalprobleme wie gerufen die Akkus aufzuladen und neue Impulse zu setzen. Der Anfang ist schon einmal geglückt, denn in der Vorwoche wurde der TV Oeffingen deutlich mit 33:23 geschlagen, nachdem es zur Pause 15:15 stand.

Kollektiv kann Ausfälle kompensieren

Endlich einmal gelang es den „Füchsen“ im Kollektiv, die Ausfälle von Alilović und Daniel Flad aufzufangen. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten die jeweils sechsfachen Torschützen Sem Banzhaf, Tristan Gräber und Daniel Schanz heraus, denen Leonardo Hugo Schiess und Florian Pawelka mit vier Erfolgserlebnissen in nichts nach standen. Auf dieses Quintett kommt es auch am Samstag im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn HSG Langenau-Elchingen an, der vier Zähler Rückstand aufweist und sich im Hinspiel deutlich mit 28:38 geschlagen geben musste. Damals trumpfte vor allem der 13-fache Torschütze Flad beim TVW mächtig auf.