Riesenfreude beim HSV Hamburg über den Bundesligaaufstieg – und der Stuttgarter Jan Forstbauer (re.) jubelt mit. Foto: imago /Dirk Reps

Jan Forstbauer ist in Stuttgart geboren und aufgewachsen, jetzt feierte der Linkshänder mit dem HSV Hamburg den Aufstieg in die Handball-Bundesliga. Wie lauten die nächsten Ziele?

Hamburg/Stuttgart - Das Handball-Abc lernte Jan Forstbauer (29) bei der HSG Cannstatt. Über die Stationen TV Kornwestheim, TSV Schmiden, TV Bittenfeld, SG Leutershausen, ThSV Eisenach und MT Melsungen landete der ehemalige Junioren-Nationalspieler 2016 beim HSV Hamburg. Jetzt gelang dem Rückraumspieler mit der Mannschaft von Trainer Torsten „Toto“ Jansen der Sprung in die Bundesliga.

 

Herr Forstbauer, Glückwunsch zum Aufstieg, wie lange gingen die Feierlichkeiten?

Danke. Es ist ja derzeit nicht möglich, um die Häuser zu ziehen, aber wir haben in unserer Kabine ordentlich gefeiert. Als wir raus gingen, war es draußen jedenfalls schon hell.

Was bedeutet der Sprung in die Bundesliga für Sie persönlich?

Das ist natürlich eine ganz tolle Sache. Ich durfte es 2015 ja schon mal mit dem ThSV Eisenach erleben, doch jetzt ist es etwas ganz Besonderes. Ich habe bei meinem Wechsel nach Hamburg 2016 in der dritten Liga begonnen und durfte den neuen Weg des Clubs nun sogar in die erste Liga begleiten. Zudem hätte vor der Runde wirklich keiner gedacht, dass wir das packen.

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Warum klappte es?

Wir haben uns unter Trainer Toto Jansen alle kontinuierlich weiterentwickelt und größtenteils konstant gute Spiele abgeliefert. Darauf bin ich schon sehr stolz.

„Schwäbische Enklave“

Sie sind Stuttgarter, aber beileibe nicht der einzige Spieler aus dem Süden beim HSV. Ist das Zufall?

(lacht) Wir haben hier schon so etwas wie eine schwäbische Enklave – mit mir, dem Ex-Balinger Jannik Hausmann und den beiden früheren Stuttgartern Jonas Maier und Tobias Schimmelbauer. Hamburg ist natürlich eine schöne Stadt, aber ich glaube, da steckt kein System dahinter.

Es kommt aber weiterer Zuwachs aus dem Süden.

Stimmt. Torwart Jogi Bitter, Kreisläufer Manuel Späth und Linkshänder Nicolai Theilinger verstärken uns, dazu kommt ja auch der bisherige Löwen-Trainer Martin Schwalb nach Hamburg zurück, der sein Amt als HSV-Vizepräsident ruhen ließ. Ganz klar: Wir brauchen diese erfahrenen Spieler, um eine gute Mischung hinzubekommen.

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Wie lautet die Zielsetzung?

Mit einem Tag Abstand und noch ein bisschen verkatert würde ich sagen: Klassenverbleib. Die erste Liga wird eine ganz anderer Herausforderung. Da müssen wir alle eine Schippe drauflegen.

Wird die bescheidene Zielsetzung in einer Metropole und Medienstadt wie Hamburg akzeptiert?

Klar war der frühere HSV Hamburg in ganz anderen Sphären unterwegs, doch davon haben wir uns längst abgegrenzt. Es kann zwar immer kritische Stimmen geben, aber wenn wir auf dem Feld weiter alles reinhauen und an unsere Leistungsgrenze gehen, identifizieren sich die Leute mit uns. Dieses Vertrauen haben wir uns in den vergangenen Jahren erarbeitet.

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Auf was freuen Sie sich in der Bundesliga am meisten?

Das überhaupt noch einmal erleben zu dürfen und ein paar Spiele im Süden.